Donald Trump in Großbritannien Hatten Charles und William keine Lust auf ein Treffen?

Donald Trump traf die Queen - und nur die Queen. Eine britische Zeitung spekuliert darüber, warum andere Royals dem Treffen ferngeblieben sein könnten.

Prinz Charles und Prinz William in der Westminster Abbey (Archivbild)
AFP

Prinz Charles und Prinz William in der Westminster Abbey (Archivbild)


Am vergangenen Freitag traf US-Präsident Donald Trump im Schloss Windsor in Großbritannien die britische Königin Elizabeth II. Der Empfang dauerte etwa eine halbe Stunde und umfasste einen Rundgang und ein gemeinsames Teetrinken.

Die britische Zeitung "Sunday Times" spekuliert nun, warum nur ein Mitglied der Königsfamilie den umstrittenen Gast aus Übersee begrüßte. Das Blatt zitiert eine nach eigenen Angaben gut informierte Quelle, wonach Prinz Charles und Prinz William deutlich gemacht hätten, dass sie kein Interesse an einer Zusammenkunft mit Trump hätten.

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Trump trifft Queen: Auf einen Tee mit der Monarchin

"Sie haben sich einfach geweigert dabei zu sein", hieß es. Es sei sehr ungewöhnlich, dass die Queen solche Termine alleine wahrnehme. Prinz Philip, der 97-jährige Gatte der Königin, habe sich zwar weitgehend von royalen Pflichten zurückgezogen. Aber Prinz Charles habe ihn in der vergangenen Zeit häufig bei offiziellen Anlässen vertreten.

Die "Sunday Times" zitierte allerdings auch Quellen aus der britischen Regierung und aus dem Buckingham Palast, die darauf hinwiesen, dass es sich nicht um einen Staatsbesuch gehandelt habe - und dass von Anfang an nur die Anwesenheit der Queen geplant gewesen sei. Sowohl Prinz Charles als auch Prinz William seien in anderen Terminen gebunden gewesen.

Trumps Besuch bei der Monarchin lief nicht ohne Fauxpas ab. Sehen Sie hier eine Zusammenfassung im Video:

REUTERS

(Mehr zur Aktion "Deutschland spricht" finden Sie hier .)

lov



insgesamt 21 Beiträge
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Poli Tische 15.07.2018
1. Ein Statement ..........
............ der bewußte Verzicht der Prinzen wäre mal ein Zeichen für jede/jeden Repräsentanten eines Landes, diesen amerikanischen Rüpel nicht zu empfangen. Die ewig sinnlosen Gespräche, soweit sie nicht zu vermeiden sind, sollten im "stillen Kämmerchen", ohne Presse, stattfinden. Langsam finde ich es eine Zumutung von dem amerikanischen Wähler, der Welt so einen Trampel zuzumuten.
Luscinia007 15.07.2018
2.
Besonders cool finde ich es ja, dass die Queen zu diesem besonderen Anlass wieder ihr EU-Kostüm anhat, dasjenige, mit dem sie beim letzten Opening of Parliament für Furore gesorgt hat. Die an die EU-Flagge erinnernden gelben Sternchenblumen am Hut hat sie leider gegen eine nur-blaue Schleife ersetzt. Aber man weiß ja, dass die Königin bei offiziellen Anlässen nicht morgens in den Kleiderschrank kuckt und dann entscheidet, aus was sie Lust hat oder was gerade frisch gewaschen ist und obenauf liegt, sondern dass ihre Garderobe je nach Anlass ausgewählt wird, und auf kulturelle und poltische Implikationen hin gecheckt wird. Und dass sie jetzt wieder das EU-Kostüm trägt ist fast so gut, wie wenn sie selbst in London bei #BringTheNoise gegen Trump mitdemostriert hätte^^
m.ecker 15.07.2018
3.
So sollte man es mit Rüpeln machen. Nicht zur Kenntnis nehmen. Ohne publicity sind die nix wert. Aber die undisziplinierte Presse bietet ja täglich die Platform für sämtliche Narzisten dieser Welt.
odenkirchener 15.07.2018
4. Ob nun Queen. . .
oder nicht, es gehört sich nicht, Menschen warten zulassen. Auch könnte man beim Spaziergang höflicher sein. Meine Oma hätte ihn schon Bescheid gestossen. . .
ravelab 15.07.2018
5. Kein Wunder ...
Trump ließ 1997 kurz nach dem Tod Diana’s in einem Radio Interview verlauten, er hätte Sex mit ihr haben können, aber definitiv erstmal einen negativen Aids Test gefordert. Da hätte ich an Stelle von William, Harry, und Charles auch keine Lust gehabt, so jemanden auch nur ein Minimum meiner Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken...
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