Russlandaffäre Senatsausschuss setzt Anhörung mit Trump-Sohn an

Termin beim Justizausschuss des US-Senats: In der kommenden Woche sollen Donald Trump Jr. und Paul Manafort zu ihrem umstrittenen Treffen mit einer russischen Anwältin aussagen.

Donald Trump Jr. (Archivbild)
AP

Donald Trump Jr. (Archivbild)


Im Zusammenhang mit der Russlandaffäre hat der Justizausschuss des US-Senats eine Anhörung mit dem ältesten Sohn von Präsident Donald Trump und dem früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort angesetzt. Die Sitzung soll am kommenden Mittwoch (16 Uhr MESZ) stattfinden. Das Gremium teilte mit, Trump Jr. und Manafort notfalls formell vorzuladen, um von ihnen Informationen zu erhalten. Zudem hat sich Trumps Schwiegersohn und Chefberater Jared Kushner laut seinem Anwalt zu einer Aussage vor dem Geheimdienstausschuss des Senats am Montag bereit erklärt haben.

Hintergrund ist ein Treffen zwischen Donald Trump jr und einer russischen Anwältin während des Wahlkampfs im vergangenen Jahr, bei dem auch Kushner und Manafort anwesend waren. Trump jr hatte dem Gespräch zugestimmt, nachdem ihm belastende Informationen über die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton versprochen worden waren. Die russische Anwältin Natalija Wesselnizkaja erklärte sich am Mittwoch bereit, ebenfalls vor dem US-Senat zu dem Treffen auszusagen. Dem russischen Fernsehsender RT sagte sie, wenn ihre Sicherheit gewährleistet sei, erzähle sie dem US-Senat alles.

US-Geheimdienste beschuldigen Moskau seit längerer Zeit, hinter Attacken auf E-Mail-Konten der Demokraten zu stehen. Sie werfen dem Kreml vor, sich auf diese Weise in den Wahlkampf eingemischt zu haben, um Trump zu helfen und dessen Konkurrentin Clinton zu schaden. Ein Sonderermittler und mehrere Kongressausschüsse untersuchen, ob es dabei Absprachen mit Trumps Wahlkampflager gab.

Trump, der sich und seine Regierung wiederholt als Opfer einer beispiellosen "Hexenjagd" bezeichnete, bezeichnete das Treffen seines Sohns mit der Anwältin als normalen Vorgang.

max/dpa/AFP

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Atheist_Crusader 20.07.2017
1.
Ich hoffe mal das wird dann eine Aussage unter Eid. Hätte man ihn gleich so aussagen lassen, wäre er schon längst im Knast. Im Verlaufe der Story hat er bereits mindestens vier mal seine Version entscheident geändert. Und die Zahl der Anwesenden ist inzwischen auf acht Personen angewachsen. Trumps Anwalt Sekulow hat sogar impliziert, dass Trump selbst dabeigewesen sein könnte - indem er dem Secret Service die Schuld für das Treffen in die Schuhe schieben wollte. Der hat damals allerdings nur Trump selbst geschützt und hätte nur dann Besucher unter die Lupe nehmen müssen die sich auch direkt mit him treffen. Also entweder Unwissenheit oder schwerer Verplapperer. Kann man bei dieser Administration nie wissen. Alles in Allem ist das nicht das Verhalten einer Person die sich nichts hat zuschulden kommen lassen. Aber gut, das kennen wir ja schon.
MütterchenMüh 20.07.2017
2. Affentheater
Alles Affentheater. A trifft B. B quatscht mit A. usw. Was soll da Schlimmes dran sein? Als US-Demokrat sieht man das nach einer verloren Wahl als schlechter Wahlverlierer sicher anders. Bleibt aber trotzdem Affentheater.
lothrandir 20.07.2017
3. übler Beigeschmack
Zitat von MütterchenMühAlles Affentheater. A trifft B. B quatscht mit A. usw. Was soll da Schlimmes dran sein? Als US-Demokrat sieht man das nach einer verloren Wahl als schlechter Wahlverlierer sicher anders. Bleibt aber trotzdem Affentheater.
Es ist nicht schlimm, wenn Privatperson A trifft Privatperson B, aber dies ist nicht der Fall. Wahlkampfmanager haben zum Treffen mit der Hoffnung gekommen, belastendes Material über Clinton von dem russischen Staat zu erhalten. Hat schon üblen Beigeschmack.
dieter 4711 20.07.2017
4. Kein Affentheater, wenn die Russen Einfluß genommen hatten
Zitat von MütterchenMühAlles Affentheater. A trifft B. B quatscht mit A. usw. Was soll da Schlimmes dran sein? Als US-Demokrat sieht man das nach einer verloren Wahl als schlechter Wahlverlierer sicher anders. Bleibt aber trotzdem Affentheater.
Liebes Mütterchen, kein Affentheater wenn herauskommt, dass Die Russen Trump kräftig unterstützt haben. Nur aufgrund des amerikanischen Wahlsystem konnte trump gewinnen, trotzdem die Demokrten drei Milionen Stimmen mehr hatten.
vitalik 20.07.2017
5.
Zitat von dieter 4711Liebes Mütterchen, kein Affentheater wenn herauskommt, dass Die Russen Trump kräftig unterstützt haben. Nur aufgrund des amerikanischen Wahlsystem konnte trump gewinnen, trotzdem die Demokrten drei Milionen Stimmen mehr hatten.
Können Sie erklären, wie genau diese Unterstützung ausgesehen haben soll und warum das so relevant für die Wahl ist? So wie ich das verstehe, gibt es aktuell keine Chance, dass Trump als Präsident abgesetzt werden kann. Und auch die weiteren Untersuchungen bringen höchsten neue Dreck ans Tageslicht, reichen aber im Endeffekt nicht aus. Die Hürde um den Absetzungsprozess einzuleiten ist extreme hoch und es gibt kaum Hoffnung diese erreichen zu können. Aus diesem Grund stufe ich alle Artikel zu dem Thema als Klatsch und Tratsch auf dem Niveau einer Bunte-Zeitschrift. Auf der anderen Seite würde mich schon interessieren, warum Menschen solche Nachrichten für so entscheidend halten.
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