Treffen mit Anwältin Trump-Sohn will Informationen zu Russlandkontakt geben

Donald Trump jr. hat sich im US-Wahlkampf mit einer russischen Anwältin getroffen - für einige ein Hinweis auf die Wahlkampfbeeinflussung Russlands. Der älteste Sohn des US-Präsidenten will sich nun dazu äußern.

Donald Trump jr. (Archiv)
REUTERS

Donald Trump jr. (Archiv)


Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump hat sich dazu bereit erklärt, einem Ausschuss des Senats Informationen über ein Treffen mit einer russischen Anwältin zu geben. Er sei bereit, dem Komitee das weiterzugeben, was er wisse, schrieb Donald Trump jr. auf Twitter.

Die republikanische Senatorin Susan Collins hatte zuvor erklärt, dass der 39-Jährige sich den Fragen des Geheimdienstausschusses stellen solle. Collins ist Mitglied des Gremiums.

Trumps Sohn hatte am Sonntag eingeräumt, dass er sich während des Wahlkampfes im vergangenen Sommer mit der Anwältin Natalia Veselnitskaja getroffen hatte, weil er sich von ihr Informationen über die Konkurrentin seines Vaters, Hillary Clinton, versprach.

Die "New York Times" wertete dies als ersten öffentlichen Hinweis darauf, dass zumindest einige Mitglieder aus Trumps Wahlkampfteam bereit gewesen seien, Hilfe von Russland anzunehmen.

Moskau wird gezielte Wahlbeeinflussung zugunsten des Republikaners vorgeworfen. Ein Sonderermittler und mehrere Kongressausschüsse untersuchen, ob es dabei Absprachen mit Trumps Wahlkampflager gegeben hat. Der US-Präsident bestreitet das energisch.

Trumps Sprecherin Sarah Sanders erklärte am Montag, Donald Trump jr. habe mit niemandem konspiriert, "um die Wahl zu beeinflussen".

kry/dpa



insgesamt 23 Beiträge
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kospi 11.07.2017
1.
Die Schlinge zieht sich immer enger zu.
hansriedl 11.07.2017
2. Oh Schmerz lass nach,
die Nachwehen über den verlorenen Präsidentensessel dauern schon ewig an. Wenn die Demokraten überall Landesverrat wittern leiden sie womöglich an Depressionen. Stress und seelische Belastungen lösen Angstgefühle aus. Ängste können zudem bei fast jeder psychischen Krankheit auftreten. Depressionen und Ängste gehen häufig miteinander einher. Stress, Burn-out: Ständiger Druck schürt die Angst.
ulrich-lr. 11.07.2017
3. Much ado about nothing
Wollen wir wetten: Schon wieder nichts! Wie verzweifelt müssen die Russland-Verschwörungstheoretiker sein, dass sie sich auch auf solche "Spuren" stürzen.
derpif 11.07.2017
4. umgehend sozusagen
der Wahnsinn, hatten die Anwälte denn in der kurzen Zeit überhaupt genug Möglichkeit die Vorgehensweise mit allen Beteiligten abzusprechen?
Annabelle1811 11.07.2017
5. Die ganze Wahrheit wird
nie ans Tageslicht kommen. Aber - sich bei dem Gegner - und das waren die Russen bis dato ja immer für die Amis -Unterstützung für den Wahlkampf zu holen, ist schon pervers und hat ein besonders schlechtes "Geschmäckle". Wie kann man so einen Präsidenten ernst nehmen - und vor allem - wie kann man so einem Präsidenten überhaupt noch trauen und vertrauen. Diese amerikanische Geshcichte wird immer gruseliger.
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