Suche nach neuem US-Sicherheitsberater Kandidat für Flynn-Nachfolge sagt ab

Nächste Absage für Donald Trump: Ex-Vizeadmiral Robert Harward will nicht Nachfolger des zurückgetretenen Sicherheitsberaters Michael Flynn werden. Vertrauten zufolge gab es Unstimmigkeiten über sein Team.

Robert Harward (Archivbild von 2011)
REUTERS

Robert Harward (Archivbild von 2011)


US-Präsident Donald Trump hat bei der Bildung seiner Regierung einen weiteren Rückschlag erlitten. Sein Kandidat für den Posten als Nationaler Sicherheitsberater, Ex-Vizeadmiral Robert Harward, lehnte das Angebot ab, wie ein hochrangiger Vertreter des Weißen Hauses sagte. Er habe familiäre und finanzielle Gründe für seine Absage angegeben. Der 70-jährige Harward ist für den Rüstungskonzern Lockheed Martin tätig.

Nach dem Rücktritt von Michael Flynn galt der frühere Militärkommandeur als Favorit für das Amt. Insidern zufolge gibt es noch weitere Gründe für seinen Verzicht. Harward habe sein eigenes Team mitbringen wollen, sagten zwei mit der Entscheidung vertraute Personen. Trump habe Flynns Stellvertreterin K.T. McFarland jedoch zugesagt, dass sie im Amt bleiben könne.

Flynn war am Montag zum Rücktritt gedrängt worden. Hintergrund waren seine Kontakte zum russischen Botschafter Sergej Kisljak noch vor Amtsantritt der Regierung. Damit könnte sich der frühere Generalleutnant strafbar gemacht haben. Wenige Tage später warf auch der designierte Arbeitsminister Andrew Puzder hin. Er lief Gefahr, im Senat durchzufallen. Trump nominierte am Donnerstag den Juristen Alexander Acosta für den Posten.

Damit hat Trump vier Wochen nach seinem Amtsantritt seine Regierung noch nicht zusammen. Auch sein Kandidat für den Chefposten bei der Umweltbehörde EPA, Scot Pruitt, stößt in den eigenen Reihen auf Widerstand. Als Justizminister des Öl produzierenden US-Bundesstaates Oklahoma hat er die Behörde mehr als ein Dutzend Mal verklagt. Seine Anhörung im Senat ist für Freitag geplant. Zuletzt zeichnete sich jedoch ab, dass Pruitt trotz der Bedenken durchkommt.

cte/Reuters



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insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
crazy_swayze 17.02.2017
1.
Eine weise Entscheidung. Für einen überforderten Chef arbeiten zu müssen ist der Horror.
auweia 17.02.2017
2. familiäre und finanzielle Gründe....
Vermutlich verdient der Mann bei Lockheed einfach mehr als als Sicherheitsberater und schiebt eine ruhigere Kugel...
echoanswer 17.02.2017
3. Eine wohl geölte ...
und fein getunte Maschinerie habe ich anders in Erinnerung. Da haben sich wohl postfaktische AlternativeNewsFakes in in meinem Hirn festgesetzt.
kwoik 17.02.2017
4. @ echoanswer
Wenn es nicht so traurig währe müsste ich über Ihren Beitrag schmunzeln. Um bei dem Bild einer gut geschmierten Maschine zu bleiben, eine Maschine läuft auch mit einem dritte Wahl Zahnrad, fragt sich nur wie lange. Hoffentlich sind die Autos die in Amerika gebaut werden von besserer Qualität als Trumps Maschine.
swandue 17.02.2017
5.
Wahrlich, es läuft überragend! Vier Wochen im Amt und Fox News wendet sich gegen ihn. Sein Sicherheitsberater musste gehen. Würde mich jetzt nur interessieren, ob der auch nur für vier Wochen bezahlt wird - oder kriegt er sechs Monate Übergangsgeld? Ein Ministerkandidat zieht zurück, da das Scheitern im Senat absehbar war. Zur Erinnerung: Da haben die Republikaner eine Mehrheit! Trump muss keine Demokraten überzeugen, keinen Koalitionspartner ins Boot holen. Er muss "nur" Kandidaten benennen, die so sauber und fähig sind, dass seine eigenen Leute deswegen keinen Streit mit ihm anfangen. Das sollte machbar sein - ohne dass ein normaler Mensch als Chef im Weißen Haus den erfolgreichen Start loben und preisen wird. Das ist einfach normal.
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