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Brief ans Weiße Haus

Nordkoreas Machthaber Kim will offenbar zweites Treffen mit Trump

Kommt es zu einem erneuten Gipfel zwischen Nordkoreas Machthaber und dem US-Präsidenten? Pjöngjang und Washington bereiten einen weiteren Gipfel vor - nach einem "warmherzigen Brief" von Kim Jong Un.

AFP

Kim Jong Un

Dienstag, 11.09.2018   11:56 Uhr

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US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un könnten sich dem Weißen Haus zufolge bald erneut treffen. Das Weiße Haus und die Regierung Nordkoreas bereiten einen zweiten Gipfel zwischen Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vor. Das gab die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, am Montag bekannt.

Zuvor hatte Trump einen Brief Kims erhalten, in dem dieser um eine zweite Begegnung bitte, sagte Sanders. Der Brief sei sehr "positiv" und "warmherzig" gewesen. Es werde bereits geprüft, wie ein Treffen zeitlich eingeplant werden könne.

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Bei seinem ersten Treffen mit Trump im Juni in Singapur hatte Kim in die atomare Abrüstung seines Landes eingewilligt. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen für den Abrüstungsprozess wurden aber nicht genannt.

Nach dem Treffen teilte Trump mit, Nordkorea stelle keine atomare Gefahr mehr dar. Die Sanktionen gegen Nordkorea waren jedoch nicht gelockert worden. Vor ihrer Begegnung hatten sich Trump und Kim monatelang gegenseitig beleidigt und einander gedroht.

Trump sah zuvor noch "keine ausreichenden Fortschritte"

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Im Verlaufe des Sommers zeigte sich die US-Regierung zunehmend unzufrieden mit Nordkorea. Ende August ließ Trump eine geplante Reise seines Außenministers Mike Pompeo nach Pjöngjang platzen. Die Absage begründete er damit, dass es "keine ausreichenden Fortschritte bei der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel" gebe.

Seit vergangener Woche verbreitet Trump aber wieder Optimismus. Auf Twitter brüstete sich der US-Präsident damit, dass Kim "unerschütterlichen Glauben" an ihn habe. "Danke an den Vorsitzenden Kim. Wir bekommen das zusammen hin", schrieb er.

Sanders bewertete nun auch die Militärparade am Sonntag zum 70-jährigen Bestehen Nordkoreas als positives Signal. Sie hob hervor, dass die nordkoreanische Führung darin nicht ihr "nukleares Arsenal" zu Schau gestellt habe. "Wir betrachten das als Zeichen des guten Willens", sagte Sanders.

aev/cop/Reuters/AFP

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