Erneut Personalwechsel im Weißen Haus Trumps Kommunikationsdirektor Shine tritt zurück

Er war bereits Trumps fünfter Kommunikationsdirektor: Nach nur acht Monaten ist Bill Shine zurückgetreten. Der frühere Co-Chef von Fox News soll künftig das Wahlteam des US-Präsidenten beraten.

Bill Shine
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Erst im vergangenen Sommer war er zum Team von US-Präsident Donald Trump hinzugestoßen - nun ist der Kommunikationsdirektor und Vizestabschef im Weißen Haus, Bill Shine, zurückgetreten. Shine werde künftig als hochrangiger Berater für das Wahlkampfteam von Trump arbeiten, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, mit.

Nach ihren Angaben hatte der 55-Jährige seinen Rücktritt am Vortag eingereicht. Trump habe Shines Entscheidung akzeptiert. Der frühere Co-Direktor des Fernsehsenders Fox News erklärte, seine Tätigkeit für den Präsidenten im Weißen Haus sei "die lohnendste Erfahrung seines gesamten Lebens" gewesen. Trump sagte in einem Statement: "Bill Shine hat einen großartigen Job gemacht". Er werde ihn im Weißen Haus sehr vermissen.

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Shine kam wie mehrere andere hochrangige Mitarbeiter vom regierungsfreundlichen Sender Fox News ins Weiße Haus. Die Nähe des Senders zum engsten Kreis von Regierungsmitarbeitern hatte zuletzt Schlagzeilen gemacht. Die Demokraten schlossen Fox News inzwischen von den Sendern aus, die ihre Kandidaten-Debatten im Vorwahlkampf übertragen dürfen.

Shine reiht sich damit in eine lange Reihe von Kommunikationsdirektoren ein - Trump tauscht gern Personal aus. Er war in Trumps etwas mehr als zweijähriger Amtszeit bereits die fünfte Person auf diesem Posten. Trump muss sich nun erneut auf die Suche nach einem Kommunikationschef machen. Die Position hatte zweimal Sean Spicer inne, dazwischen arbeitete Mike Dubke auf dem Posten. Spicer trat als Sprecher zurück, als Anthony Scaramucci inoffiziell den Posten von Trump erhielt. Scaramucci blieb nur zehn Tage im Amt, noch vor seiner offiziellen Ernennung setzte Trump ihn wieder ab.

Nach ihm übernahm für rund acht Monate Hope Hicks, ehe sie vor einem Jahr nach Turbulenzen um Trump-Mitarbeiter Rob Porter ging - mit dem sie eine Beziehung hatte. Auch Shine blieb weniger als ein Jahr im Weißen Haus.

mfh/AFP/dpa



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