Atomabkommen mit Iran Frankreich warnt vor Konfrontation im Nahen Osten

Der französische Außenminister Le Drian warnt, es bestehe nun ein "echtes Risiko", dass es nach Trumps Iran-Entscheidung zu einer Konfrontation im Nahen Osten komme. Der Iran-Deal sei aber "nicht tot".

Französischer Außenminister Jean-Yves Le Drian
AFP

Französischer Außenminister Jean-Yves Le Drian


Mit seiner Entscheidung zum Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump international Kritik und Sorge ausgelöst. Die Regierungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens äußerten am Dienstagabend "Bedauern und Sorge" - kündigten aber an, sich gemeinsam für den Erhalt der Vereinbarung einsetzen zu wollen.

Wie der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian am Mittwoch erklärte, ist das Atomabkommen "unabdingbar für die Stabilität in der Region". Bereits am kommenden Montag soll ein Treffen mit Vertretern Großbritanniens, Deutschlands und Irans stattfinden. Man müsse unter anderem über iranische Trägerraketen diskutieren, es gebe ein "reales Risiko" einer Konfrontation, so Le Drian.

Der Iran-Deal sei aber "nicht tot". Berichte der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zeigten, dass der Iran das Abkommen respektiere.

Im Video: Trumps Erklärung im Wortlaut

ala/Reuters



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