Medienbericht Trump nennt Ex-FBI-Chef Comey einen "Spinner"

Donald Trump tritt nach: Laut "New York Times" äußerte er sich gegenüber russischen Diplomaten beleidigend über Ex-FBI-Chef Comey - und gab zu, wegen der Russland-Untersuchung "unter Druck" gestanden zu haben.

Trump mit Sergej Lawrow (links) und Sergej Kislyak
Russian Foreign Ministry/ REX/ Shutterstock

Trump mit Sergej Lawrow (links) und Sergej Kislyak


Schon in seinem ersten Interview nach der Entlassung von James Comey fand Donald Trump wenig schmeichelhafte Worte für den ehemaligen FBI-Chef. In einem Treffen mit russischen Diplomaten ging Trump offenbar einen Schritt weiter. "Ich habe soeben den Chef des FBI gefeuert. Er war verrückt, ein echter Spinner", sagte Trump nach einem Bericht der "New York Times" bei dem Treffen.

Die Zeitung beruft sich auf schriftliche Aufzeichnungen vom Treffen, die von anwesenden Mitarbeitern des Weißen Hauses angefertigt worden sein sollen. Das Dokument sei den Reportern der "New York Times" vorgelesen worden.

Trump gab demnach weiter zu, wegen der Russland-Ermittlungen unter Druck geraten zu sein. Die Entlassung Comeys habe ihn von diesem Druck befreit.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, hat den Bericht laut "New York Times" auf Anfrage hin nicht bestritten. Comey habe den Präsidenten unnötig unter Druck gesetzt und ihn in seiner Fähigkeit eingeschränkt, diplomatische Gespräche mit Russland zu Themen wie Syrien, der Ukraine und dem IS zu führen, sagte Spicer in einem Statement.

Einen Tag nach der Entlassung Comeys hatte Trump den russischen Außenminister, Sergej Lawrow, und den russischen Botschafter in den USA, Sergej Kislyak, im Oval Office empfangen. Dabei gab Trump auch Geheimdienstinformationen mit Bezug zum Terrorismus an Lawrow weiter.

asa

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