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US-Wahlkampf: Fausthiebe und Tritte bei Trump-Veranstaltung

REUTERS

Bei einem Wahlkampfauftritt von Donald Trump ist ein Demonstrant zusammengeschlagen worden. Ein Fan des Milliardärs zeigte sich mit Ku-Klux-Klan-Kappe.

Bei einem Wahlkampfauftritt des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump ist es erneut zu einem gewaltsamen Zwischenfall gekommen. Das belegen Videoaufnahmen des Fernsehsenders NBC.

Die Bilder zeigen, wie ein Besucher der Veranstaltung in Tucson, Arizona, am Samstag einen Gegner des Milliardärs verprügelt, als dieser von Sicherheitsleuten aus dem Saal gebracht wird. Der Trump-Fan schlägt mehrfach mit gestreckter Faust auf den Demonstranten ein. Als der Demonstrant am Boden liegt, tritt er nach.

Der Trump-Gegner hatte ein Plakat mit Trumps Gesicht und der Aufschrift "Schlecht für Amerika" hochgehalten. "Ich dachte: Halte dir die Arme über den Kopf", sagte der Mann später NBC. "Diese politische Bewegung ist an einen Punkt geraten, wo du totgeprügelt werden könntest."

Nach Angaben von NBC wurde der Angreifer überwältigt und in Handschellen weggebracht. Der 32-Jährige muss sich laut Polizei wegen tätlichen Angriffs verantworten.

Trump kommentierte den Vorfall mit den Worten "Das ist eine Schande." Es war nicht ganz klar, ob er damit die Gewalt oder den Protest meinte.

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5  Bilder
Fotostrecke: Gewaltausbruch in Arizona

"Dort ist ein widerlicher Typ, er setzt einen Ku-Klux-Klan-Hut auf"

Auf dem Video des Wahlkampfauftritts ist außerdem ein Mann mit Ku-Klux-Klan-Kappe zu sehen, der eine Art Nazigruß vollführt. Trump verurteilte das Gebaren dieses Mannes. "Dort ist ein widerlicher Typ, er setzt einen Ku-Klux-Klan-Hut auf", sagt Trump. "Er denkt, er ist süß. Er ist ein widerlicher Typ."

Im rund 170 Kilometer entfernten Phoenix hatten zuvor etwa 50 Gegner vergeblich versucht, eine Zufahrtstraße zu Trumps Auftrittsort zu blockieren. Drei der Demonstranten wurden festgenommen, zwei Wagen abgeschleppt. In Arizona finden am Dienstag die nächsten wichtigen Vorwahlen statt.

Verglichen damit verliefen Protestkundgebungen gegen den populistischen Präsidentschaftsbewerber in New York noch vergleichsweise friedlich. Unter starker Polizeipräsenz versammelten sich die Demonstranten in der Nähe eines Luxusgebäudes des Immobilien-Milliardärs und skandierten "Donald Trump, hau ab, Rassist, Sexist, Schwulenfeind".

Auf einigen Plakaten stand "Tausche 1 Donald Trump gegen 25.000 Flüchtlinge". Mindestens ein Demonstrant wurde nach einem kurzen Gerangel auf der Fifth Avenue festgenommen.

US-Vorwahlen

ssu/AFP/AP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 89 Beiträge
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1. Die Gegner von Trump
ubiorum 20.03.2016
verhalten sich aber auch nicht sehr demokratisch. Zufahrten zu sperren und üble Nachrede zeugen auch nicht von großen Gerechtigkeitssinn. Trump muss mann Zeit lassen, der wird nie so radikal regieren wie er im Wahlkampf auftritt und schlimmer als die Bushs kann er nicht sein.
2. Oh Mann, SPON!
Ultras 20.03.2016
Dass Trump mit "Das ist eine Schande!" den Angriff auf den Demonstranten gemeint hat, ist ja wohl offensichtlich. Nur wer das falsch verstehen will, kommt auf die Idee, Trump unterstütze diesen Gewaltausbruch. Und wie kommt es eigentlich, dass der Angreifer schwarz ist? Ich dachte Trump sei Rassist übelster Sorte und wird nur von irgendwelchen Hillbillies gewählt.
3. Die Ukraine lässt grüßen ..
schumbitrus 20.03.2016
Herr Drumpf hat sich dieses mal wohl etwas zurück gehalten, beim letzten Mal hat er dem Protestierenden unter Andeutung "früherer Zeiten" Gewalt angedroht. Spontan erinnert mich der unbefangene Umgang mit physischer Gewalt an politische Auseinandersetzung im ukrainischen Parlament. Vielleicht sollten die US-Fernsehanstalten mal die entsprechenden Szenen des ukrainischen Parlaments zeigen und die Bürger fragen, ob das ein Fortschritt bzw. eine erstrebenswerte Demokratie wäre ..
4. Das zeigt, was da rumläuft
stefanmller800 20.03.2016
KKK Typ --> wird nicht raus geworfen oder verprügelt --> demosntrant.. wird rausgeworfen und verprügelt. Was die sicherheitskräfte gemacht haben, dass der Typ auch noch auf den protestierer eintreten kann.. sagt ja einiges. Einfach nur Pack. Wie war ein Spruch: Dear Amerika, you might see this events as an election, in europe we the it as an IQ test.. and it does not look good.
5. komisch, dass...
Eu1ropa 20.03.2016
die deutsche Presse es immer besser weiß. Mir wäre es viel lieber, wenn die Medien hier neutral berichten würden und nicht Meldung und Meinung vermischen würden. Demokratie hat das komische Prinzip, dass es auch Leuten das Recht gibt, gewählt zu werden, die nicht meine Meinung haben. Unsere Presselandschaft nimmt für sich (und uns) in Anspruch, bestimmen zu dürfen, wer gewählt werden darf und wer nicht. Demokratie sagt aber, dass jeder der auf der demokratischen Grundordnung steht antreten darf: ein Trump, eine AfD, ein Kretschmann, die Linke, Piraten, Republikaner usw. und das Volk bekommt die Regierung, die sie wählt. und wenn es die AfD, Trump oder Die Linke ist.
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