Neues Tape veröffentlicht Omarosa Manigault Newman erhebt Schweigegeld-Vorwurf gegen Trump

Nach ihrem Rauswurf habe man sie mit einem lukrativen Jobangebot zum Schweigen bringen wollen. Das behauptet Trumps Ex-Mitarbeiterin Omarosa Manigault Newman und legt nun eine Aufnahme als Beweis vor.

Omarosa Manigault Newman
REUTERS

Omarosa Manigault Newman


Gerade erst ist ihr Enthüllungsbuch "Unhinged" (deutsch etwa: "Aus den Angeln gehoben") erschienen, schon legt Omarosa Manigault Newman nach: Die frühere Mitarbeiterin von US-Präsident Donald Trump hat eine Tonaufnahme von einem Telefonat zwischen ihr und Trumps Schwiegertochter Lara Trump veröffentlicht. Das Gespräch soll kurz nach Manigault Newmans Rauswurf aus dem Weißen Haus stattgefunden haben und belegen, dass man sie zum Schweigen bringen habe wollen.

Manigault Newman hatte behauptet, man habe ihr einen Job in der Kampagne zu Trumps Wiederwahl angeboten - 15.000 Dollar Monatsgehalt und eine umfassende Verschwiegenheitsklausel inklusive. Sie bezeichnete das Angebot als "Schweigegeld". Auszüge aus dem vermeintlichen Vertrag hatte sie bereits öffentlich gemacht. Nun spielte sie in einer Fernsehsendung ein Tape vor, auf dem ein Gespräch zwischen ihr und Lara Trump zu hören sein soll.

In dem Telefonat spricht Trumps Schwiegertochter, die eine führende Rolle in der Kampagne des Präsidenten spielt, von 180.000 Dollar Jahresgehalt. Dafür müsse Manigault Newman hin und wieder einige Treffen in New York besuchen und als Sprecherin auftreten.

"Es klingt ein wenig, als hätten sie, offensichtlich, einige Dinge in der Hinterhand, über die sie reden könnten", sagt Lara Trump in der Aufnahme. Dann betont sie jedoch, dass, sollte Manigault Newman das Angebot annehmen, nur positiv über Trump gesprochen werden dürfe.

Manigault Newman lernte Donald Trump beim Dreh zu einer Reality-TV-Show kennen, bei der sie als Kandidatin mitmachte. 2016 unterstützte sie ihn im Wahlkampf und wurde für ihren Einsatz mit einem Kommunikationsposten im Weißen Haus belohnt. Im Januar wurde sie entlassen. Das Jobangebot, das ihr im Nachhinein gemacht wurde, nannte sie nun einen "Versuch, sie zum Schweigen zu bringen, sie zu zensieren und zu kaufen".

Statt das Angebot anzunehmen, hat Manigault Newman ein Enthüllungsbuch geschrieben. Darin erhebt sie schwere Vorwürfe gegen den US-Präsidenten, bezeichnet in als "Rassisten" und "Frauenfeind". Im Zusammenhang mit dem Buch hat Manigault Newman bereits zwei andere Tapes veröffentlicht - eines, auf dem ihr Entlassungsgespräch mit Stabschef John Kelly zu hören sein soll und ein weiteres von einem Telefonat mit Trump.

Sie habe viele, viele Aufnahmen, hatte Manigault Newman in einem Interview angekündigt. Trump hat auf das Enthüllungsbuch mit einer Schimpftirade auf Twitter reagiert.

asc



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