Grenze zu Mexiko Trump ordnet Bau der Mauer an

Die Mauer zu Mexiko war eins seiner Wahlversprechen, nun hat US-Präsident Donald Trump ein Dekret zum Bau unterzeichnet. Zahlen sollen die Amerikaner - zunächst.

Donald Trump unterzeichnet Order zum Mauerbau
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Donald Trump unterzeichnet Order zum Mauerbau


US-Präsident Donald Trump hat den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko angeordnet. Trump unterzeichnete, wie bereits via Twitter angekündigt, am Mittwoch in Washington ein entsprechendes Dekret. Experten veranschlagen die Kosten auf bis zu 40 Milliarden Dollar.

Die Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten ist rund 3200 Kilometer lang. Ein Teil davon ist bereits mit Grenzzäunen und Sperranlagen gesichert. Ziel ist es, den grenzüberschreitenden Handel mit illegalen Drogen sowie den Übertritt von Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung zu verhindern.

Experten halten den Bau der Mauer für Geldverschwendung. In Gebirgsregionen und Wüsten entfalte sie praktisch keine Wirkung, dort sei sie aber besonders schwierig und nur unter erheblichen Kosten zu errichten.

Mexiko droht mit Abbruch der Gespräche

Trump erklärte im Sender ABC, er wolle mit den Planungen sofort und mit dem Bau so schnell wie möglich beginnen, vermutlich innerhalb von Monaten (lesen Sie hier auch das englische Transkript des Interviews ). Mexiko werde für die Kosten zu einem späteren Zeitpunkt aufkommen müssen - und zwar "zu 100 Prozent". Mexikos Regierung hat wiederholt betont, das Land werde keine Zahlungen für den Mauerbau leisten.

Mexikos Regierung machte bereits vor der Unterzeichnung des Dekrets klar, dass Trumps Mauerpläne und deutliche Abstriche beim Freihandelsabkommen Nafta für sie nicht akzeptabel sind. Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo, der am Mittwoch zu Gesprächen in Washington weilte, sagte vor der Abreise dem TV-Sender Televisa: "Es gibt klare rote Linien, die wir von Anfang an festlegen." Notfalls werde er die Gespräche mit der US-Regierung abbrechen.

Donald Trump im Video: "Großer Tag der nationalen Sicherheit"

REUTERS

sun/dpa/AFP

insgesamt 96 Beiträge
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hasimen 25.01.2017
1. Alle Achtung ...
... wenn der so weiter macht, jeden Tag irgendwelchen Blödsinn zu unterschreiben, dann sind die Amis schneller pleite als gedacht. Somit hätte die "Einigelung" wieder einen Sinn, denn dann bleiben die Pleitegeier in ihrem Nest gefangen. Auf die billigen Arbeitskräfte aus Nord Korea wird er wohl verzichten müssen und die Mauerbauspezialisten aus deutschen Landen kann man auch nicht mehr anheuern. Macht Euch nur Dicht ... denn in des Präsidenten Birne scheint es gewaltige Lecks zu geben.
Sibylle1969 25.01.2017
2.
Mich interessiert, auf welcher vertraglichen oder rechtlichen Grundlage Donald Trump Mexiko dazu zwingen will, den Bau der Mauer zu bezahlen.
felix_tabris 25.01.2017
3. Fleißig
Man kann sagen was man will, fleißig ist Dump allemal und offenkundig hat er sich doch vorbereitet: Tag für Tag wird seine To-Do-Liste abgearbeitet. Heute ist also der Mauerbau angesagt. Ich frage mich langsam: will er sein Regime nur per Erlaß diktieren? Hat er möglicherweise vor, mal vor den kongress und senat zu reden - oder will er dieses Establishment komplett ignorieren?
the_seer 25.01.2017
4. Experten schätzen bis zu 40 Milliarden Dollar?
Seltsame Exprten ... bei dieser Rechnung kommen rechnerisch Kosten in Höhe von 12.500 Dollar pro Meter raus. Auch wenn bereits ein großer Teil der Grenze mit Mauern und Zaun gesichert ist, düften diese Kosten agesichts der Tatsache, dass durch Wüsten und Gebirge zu bauen ist und auch zahlreiche Gewässer in den Mauerbau irgendwie eingebunden werden müssen, unrealistisch niedrig sein. Schließlich geht es hier nicht um eine 2 Meter hohe Mauer, wie man sie sich erstmal vostellt.
fywo 25.01.2017
5. Fear and Loathing in DC
Trump macht das, was er versprochen hat, wofür er gewählt wurde. Eine Mauer an der Grenze und eine Pipeline durch heiliges Indianergebiet, warum sollte er nicht? Donald Trump ist konsequent, das wird er weiterhin unter Beweis stellen wollen. Wenn die, die laut "America First" gerufen haben, erst einmal ein paar Pluspunkte für Trump notiert haben, das anstehende Wirtschaftswunder den Dow Jones dauerhaft über 20.000 hieft und die Verlierer der letzten Wirtschaftskrise Beschäftigung gefunden haben, kann Donald Trump machen, was er will.
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