Brief an den US-Präsidenten Piloten warnen Trump vor Folgen des Shutdowns

Appell an Donald Trump: Eine US-Pilotenvereinigung hat den US-Präsidenten aufgefordert, den Haushaltsstreit mit den Demokraten zu beenden. Der Shutdown beeinträchtige die Sicherheit des Luftverkehrs.

Donald Trump
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Seit mehr als zwei Wochen müssen in den USA Hunderttausende Regierungsbedienstete arbeiten, ohne bezahlt zu werden. Andere befinden sich im Zwangsurlaub. Hintergrund ist der Haushaltsstreit zwischen US-Präsident Donald Trump und den oppositionellen Demokraten, der zu einem teilweisen Stillstand der Regierungsgeschäfte in den USA geführt hat.

Eine Pilotenvereinigung warnt Trump nun vor den Folgen des sogenannten Shutdowns. Die Situation beeinträchtige die Sicherheit und die Effizienz des nationalen Luftverkehrs, schreibt der Chef der Air Line Pilots Association (ALPA), Joe DePete laut CNN in einem Brief an Trump.

Der US-Präsident müsse "die notwendigen Schritte unternehmen", um den Stillstand zu beenden. ALPA vertritt dem Sender zufolge die Interessen von 61.000 Piloten.Die Organisation des US-Luftraums sei ein komplexes Gebilde, das die enge Zusammenarbeit von Regierung und Unternehmen erfordere, um zu funktionieren, schreibt DePete demnach weiter. Die Störungen aufgrund des Shutdowns gefährde den sicheren Betrieb des Systems.

Hintergrund des Regierungsstillstands ist der Streit über den Bau und die Finanzierung der Mauer zu Mexiko. Die Demokraten im US-Kongress lehnen Trumps Forderung nach einer Grenzmauer ab. Betroffen ist etwa ein Viertel des Regierungsapparats. Museen und Nationalparks sind geschlossen. Millionen Amerikaner müssen länger auf Steuerrückzahlungen warten, weil auch die Steuerbehörde IRS betroffen ist. Am vergangenen Freitag hatte Trump gedroht, der Shutdown könne sich auf Monate oder Jahre ausweiten.

Trump will am Donnerstag an die Grenze zu Mexiko fahren. Das kündigte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, am Montag auf Twitter an. Trump wolle dort mit Einsatzkräften sprechen, die sich um die Grenzsicherung und die humanitäre Krise an der Grenze kümmerten. Außerdem plant der US-Präsident, die Lage an der Grenze am Dienstagabend (21.00 Uhr Ortszeit/03.00 MEZ) in einer Fernsehansprache zu thematisieren, wie er auf Twitter schrieb.

Ort und Zeit des Besuchs am Donnerstag waren zunächst noch unklar. Weitere Details würden bald bekanntgegeben, schrieb Sanders weiter.

cte/dpa

insgesamt 140 Beiträge
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falconx 08.01.2019
1. Humanitäre Kriese?
SPON, warum übernimmt ihr den Begriff? Es gibt keine humanitäre Kriese! Es ist nur die Auslegung Trumps, um sich für sein Handeln zu rechtfertigen. Je mehr Medien diesen Blödsinn teilen, umso mehr festigt sich in den Köpfen der Leute, daß es so schlimm an der Grenze sei - dann aber auch bitte entsprechend recherchieren und belegen!
Pfaffenwinkel 08.01.2019
2. Trump wird durch sein Handeln
nicht nur eine Gefahr für die Luftsicherheit, sondern auch für die nationale Sicherheit.
jens109 08.01.2019
3. egal
ihm ist also vollkommen egal dass SEINE Mitarbeiter Monate oder Jahre unbezahlten Urlaub nehmen, oder ohne Lohn arbeiten sollen? Hauptsache er kann seinen Willen durchsetzen. Ich denke das es genug Menschen geben wird die sich das auf längere Zeit finanziell nicht erlauben können (Mieten, Abzahlungen, Essen etc.) Vielleicht kommen ja einige in der boomenden Stahlindustire unter - die gibt es doch oder ;-), der POTUS hats gesagt dann muß das ja stimmen.
123rumpel123 08.01.2019
4. Einseitig
Zu einem Shut-down gehören Zwei. Die Demokraten haben keine Verantwortung?
jujo 08.01.2019
5. ...
Zitat von 123rumpel123Zu einem Shut-down gehören Zwei. Die Demokraten haben keine Verantwortung?
Die Demokraten sind aber nicht dazu da Trumps Lügengeschichten, seine Paranoia zu stützen und seine Wahlversprechen einzulösen.
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