US-Haushalt Trump plant offenbar radikales Sozial-Sparprogramm

Donald Trump setzt den Rotstift an - bei Bedürftigen und Behinderten. Laut "Washington Post" will der US-Präsident die medizinische Hilfe für Arme massiv einschränken und so 800 Milliarden Dollar sparen.

Demonstranten in den USA
AFP

Demonstranten in den USA


Der Staat soll sparen: US-Präsident Donald Trump plant, die Versorgung armer und behinderter Bürger mit kostenloser medizinischer Hilfe und Lebensmitteln einzuschränken. In einem Haushaltsentwurf seien tiefe Einschnitte an den entsprechenden Programmen vorgesehen, berichtet die "Washington Post".

Die Zeitung berief sich auf Personen, die mit den Plänen vertraut sind, ohne Namen zu nennen. Die Regierung soll den Entwurf am Dienstag vorstellen. Das Präsidialamt äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht.

Das Budget des Programms "Medicaid", das Menschen mit geringem Einkommen kostenlose Arztbesuche ermöglicht, will Trump demnach in den nächsten zehn Jahren um 800 Milliarden Dollar kürzen. Berechnungen des Haushaltsbüros des US-Kongresses zufolge könne das in dieser Zeit rund zehn Millionen US-Bürgern ihre Gesundheitsversorgung rauben.

Zudem werde erwartet, dass Trump Änderungen an einem Programm vornehmen wolle, das arme Amerikaner mit Essensmarken versorgt. Durchschnittlich 44 Millionen US-Bürger hätten im vergangenen Jahr Leistungen aus dem "Snap"-Programm erhalten. Details der Änderungen seien aber noch nicht bekannt.

Der US-Kongress muss den meisten der vorgeschlagenen Änderungen zustimmen. Trumps Republikaner haben eine Mehrheit in beiden Kammern, allerdings haben in der Vergangenheit auch Mitglieder seiner eigenen Partei Vorbehalte gegenüber Trumps Politik erkennen lassen.

dop/Reuters/dpa



insgesamt 268 Beiträge
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max-mustermann 22.05.2017
1.
Tja da werden die Trumpfanboys aber dumm aus der Wäsche schauen wenn sie merken das sie ihren eigenen Metzger gewählt haben.
olli08 22.05.2017
2. Die Maske fällt!
Dann bin ich ja mal gespannt, wie diese Einschnitte so umgesetzt werden, dass keine Trump-Wähler davon betroffen sind. Oder sollte Trumps Präsidentschaft eine einzige, verdeckte Wahlkampfhilfe für den nächsten demokratischen Bewerber sein?
ich-geb-auf 22.05.2017
3. typisch für die momentane Welt
Arme werden ärmer, Reiche reicher, nichts mehr von Nächstenliebe, Soziales Verhalten zu sehen.. auf allen Ebenen herrscht nur noch Kapitalismus, Egoismus.
reflektiert_ist_besser 22.05.2017
4. Zusammenfassung
Zusammenfassung der sogenannten Politik von Trump: - Wirtschaftliches Chaos - Riesige Verträge über Waffenlieferungen an Saudi-Arabien (wie lässt sich das mit seiner Rolle als Friedensfürst vereinbaren?). - Erhöhung der Rüstungsausgaben (und leider wird er da von der CDU vor allem in Person von von der Leyen auch noch unterstützt, die will 25 Mrd mehr Rüstungsausgaben in Deutschland PRO JAHR -> unwählbar). - eine Steuerreform, die vor allem den Superreichen hilft. - Abbau von Sozialleistungen in Höhe von 800 Mrd. - Abschaffung von Obamacare ohne Konzept für ein neues System ... eine katastrophale Bilanz.
dirk.resuehr 22.05.2017
5. Tochter aus Elysium
Da zeigt er es wieder dem Establishment! Die Abgehängten, seine Stammwähler, werden sich freuen, sie haben nichts und kriegen nichts mehr. Dann kann sich der Potus dessen wieder rühmen ,in einer Sache der Größte zu sein, den gebrochenen Wahlversprechen!
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