Angeblich 150.000 Dollar Schweigegeld "Playboy"-Model berichtet von Affäre mit Trump

Erst eine Pornodarstellerin, jetzt ein Ex-Playmate: Eine weitere Frau erzählt öffentlich von einer Affäre mit Donald Trump. Auch in ihrem Fall könnte ein hohes Schweigegeld geflossen sein.

Donald Trump
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US-Präsident Donald Trump macht ein neuer Bericht zu schaffen, wonach Geldzahlungen Berichterstattung über eine außereheliche Affäre verhindern sollten. Das frühere Playmate des Jahres, Karen McDougal, schilderte dem Magazin"New Yorker", sie habe im Jahr 2006 eine mehrmonatige Sexaffäre mit dem damaligen Reality-TV-Star gehabt.

Das Blatt "National Enquirer" habe für diese Exklusivgeschichte 150.000 Dollar gezahlt, sie aber dann nie veröffentlicht. McDougal sagte, sie fühle sich ihrer Rechte beraubt und sei unsicher, was sie überhaupt sagen dürfe, ohne in Schwierigkeiten zu geraten.

Treffen auf Anwesen Hugh Hefners

Trump und McDougal sollen sich 2006 auf dem Anwesen des "Playboy"-Gründers Hugh Hefner in Los Angeles getroffen haben, wo Trump eine Folge seiner TV-Show "The Apprentice" drehte. Donald und Melania Trump hatten ein Jahr zuvor geheiratet.

Bereits im November 2016 berichtete das "Wall Street Journal" von der Zahlung der American Media Inc. (AMI) an McDougal, der AMI gehört der "Enquirer". AMI-Chef David Pecker ist ein guter Bekannter Trumps. Wenn man die Geschichte so sieht, wirken die 150.000 Dollar für die niemals erschienene "Exklusivstory" wie ein mögliches Schweigegeld.

Ein Sprecher des Weißen Hauses wies eine Affäre Trumps mit McDougal zurück. Der Bericht sei "Fake News".

Weitere Affäre juristisch heikel

Eine zweite Affäre, die Trump angeblich mit der Pornoschauspielerin Stephanie Clifford, Künstlername "Stormy Daniels", gehabt haben soll, könnte für den US-Präsidenten noch juristisch heikel werden.

Trumps Anwalt Michael Cohen, der als sein "Problemlöser" beschrieben wird, hatte kürzlich gesagt, er habe 130.000 Dollar an Clifford aus eigener Tasche gezahlt, damit diese nicht über die Affäre rede. Die Zahlung trug sich 2016 mitten im Präsidentschaftswahlkampf zu. Das macht die Affäre politisch.

Clifford fühlt sich nach Aussage ihrer Anwältin nicht mehr an ihr Schweigen gebunden. Die Website "The Hill" zitierte Cliffords Anwältin Gina Rodriguez mit den Worten: "Jetzt ist alles raus, und Stormy wird ihre Geschichte erzählen."

Der frühere Chefanwalt der staatlichen Wahlkommission FEC, Lawrence Noble, nannte das Handeln von Trumps Anwalt Cohen einen groben Fehler. Die FEC müsse sich geradezu eingeladen fühlen, nun gegen Trump zu ermitteln.

ans/dpa/AFP/AP

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insgesamt 42 Beiträge
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asdfdfdfdfdf 16.02.2018
1. Melania tut mir leid
Als Frau von Trump steht Melania nun ziemlich doof dar. Während sie mit Baron schwanger war, hat er sie betrogen. Wenn sie einen Rest von Würde behalten möchte, muss sie sich nun trennen, aber... Ich wünsche ihr und dem Sohn alles Gute.
go-west 16.02.2018
2. Das Gesicht von Melanie T. Spricht Bände
Entweder läuft das auf eine Trennung hinaus oder es gibt ein finanzielles Arrangement.
christianu 16.02.2018
3. Trumps Anwalt zahlte das Schweigegeld aus eigener Tasche
Das hält er für eine rechtlich abgezirkelte Lösung. Glaubwürdigkeit spielt dabei überhaupt keine Rolle. Jeder Amerikaner wird das für völlig abwegig halten, weil amerikanische Anwälte nicht dafür bekannt sind, dass sie ihre Mandanten auf eigene Kosten aus der Affäre ziehen. Vielleicht sagt jetzt noch Präsident Trump, dass er niemals außerehelichen Sex gesucht oder gar gehabt hat. Eigentlich geht das die Öffentlichkeit nichts an, aber Amerika urteilt in solchen Fragen völlig anders.
w.diverso 16.02.2018
4. Die Melania hat sich ihren guten Lebensstil
scheinbar sehr teuer erkauft. Wenn diese Seitensprünge eine private Geschichte sein würden, wäre es ja och nicht so peinlich, aber jetzt wo alle Welt davon weiß, muss das schon ordentlich peinlich sein. Mir fällt dabei auch ein, mit welcher Überzeugung sie davon erzählt hat, dass Trump wenn er angegriffen wird, zehnmal so stark zurückschlägt. Das hat er sicher auch klar gemacht, dass er das auch im Privaten so macht. Also wird bei allem was sie sagt, ganz vorsichtig sein.
sissy69 16.02.2018
5. Nichts !!!
Rein gar nichts wird für DT juristische oder andere persönliche Konsequenzen haben. Er wird seine Präsidentschaft durchziehen, ob 4 oder 8 Jahre - egal -, sich bzw. seiner Familie und Unterstützern die Taschen in dieser Zeit voll machen bzw. die Weichen hierfür durch entsprechende Gesetze, Richternomminierungen etc. stellen und ganz nebenbei die amerik. Gesellschaft und den Umgang miteinander von Grund auf ändern. Der lacht sich jeden Morgen, Mittag und Abend halbtot. All diese Scheingefechte in der Presse täuschen über all das, was strategisch im Hintergrund passiert nur hinweg. Traurig aber wahr: auch eine aufgeklärte Demokratie ist nicht vor so etwas gefeit und lässt es zu, dass sie von Einzelnen derartig missbraucht wird. Und Millionen unterstützen ihn. Good night.... and good luck!
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