Mueller-Untersuchung Was hat Trumps Politik mit den Geschäften seines Schwiegersohns zu tun?

US-Sonderermittler Mueller prüft nun offenbar auch, ob es einen Zusammenhang zwischen Donald Trumps Politik und dem Business seines Schwiegersohns Jared Kushner gibt. Es geht um Kontakte nach Russland und China.

Ivanka Trump, Jared Kushner
REUTERS

Ivanka Trump, Jared Kushner


FBI-Sonderermittler Robert Mueller untersucht einem Bericht zufolge einen möglichen Einfluss der Geschäfte Jared Kushners auf die spätere Politik seines Schwiegervaters, des US-Präsidenten Donald Trump. Wie der Sender NBC unter Berufung auf Zeugen berichtet, geht es um Kontakte Kushners in der Übergangszeit nach der Präsidentschaftswahl im November 2016.

Dem Bericht zufolge hat Kushner bis zum Amtsantritt Trumps 2017 Gespräche mit Vertretern anderer Länder geführt, unter anderem aus Katar, der Türkei, Russland, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nun werde untersucht, inwiefern die spätere Politik Trumps in einem Zusammenhang mit diesen Gesprächen stehe.

Pikant sei dabei, dass die Kushner Company in einigen dieser Länder eigene geschäftliche Interessen verfolge.

Kushner, 37, ist Immobilienentwickler und Finanzinvestor. Er arbeitet für Trump als Berater vor allem in außenpolitischen Fragen. Vor einer Woche hatte er seinen Zugang zu "Top-Secret"-Informationen verloren. Berichten zufolge hatte er den Zugang wegen ungeklärter finanzieller Verflechtungen nur vorläufig erhalten. Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet.

Mueller untersucht vor allem eine Einflussnahme Russlands auf die Präsidentenwahl und mögliche Absprachen mit dem Trump-Team. Er hat seine Ermittlungen aber immer mehr ausgeweitet.

Ein Porträt Muellers lesen Sie hier.

wal/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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OTTERBIENE 02.03.2018
1. wie kann mn nur,
so sehr die macht lieben?
GeMe 02.03.2018
2. Trump macht Politik gegen das Establishment
und da seine Familie nicht zum Establishment gehört, tut er eben auch etwas für seine Familie. Nicht nur die Millionen Menschen im Rustbelt sollen von seiner Politik profitieren, sondern auch einfache Geschäftsleute aus New York.
konradhamster 03.03.2018
3. Eine feine Gesellschaft
Die Liste der Länder, mit denen Kushner Kontakte knüpfte ist kennzeichnend: alles Länder, in denen es selbstverständlich ist, dass die (autokratischen) Machteliten ihren Einfluss auch zur Selbstbereicherung ausnutzen. Aber das ist natürlich reiner Zufall, wie uns die unzähligen Trump-Fans unwiderlegbar beweisen werden.
taipan61 03.03.2018
4. Wer...
...glaubt das der Patriarch DT nicht voll informiert ist was seine Leute bzw. Familie gerade tut der glaubt auch das die Erde ein runder Teller ist. DT hat in die Wiege gelegt bekommen zu lügen wenn‘s er gerade braucht. Es passiert ihm auch nichts, siehe die Grabscherei bei Frauen. Er nimmt sich was er will und wer nicht denkt bzw. glaubt wie er will ist sein Feind.
frenchie3 03.03.2018
5. Das Kuschel was für seine Geschäfte
abgezweigt hat - ob Infos, einflußreiche Kontakte oder Vergünstigungen - ist total unwahrscheinlich. Aber böse Zungen behaupten ja auch die Erde wäre rund und die Entstehung derselben hätte mehr als eine Woche gedauert
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