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Wahlkampf für Trump: Sarah Palin attackiert Medien und Demonstranten

Sarah Palins Ehemann hat einen schweren Unfall erlitten, die Trump-Unterstützerin sagte einen geplanten Wahlkampftermin ab. Doch für ein bisschen Medienschelte blieb noch Zeit.

Sarah Palin hat sich in den Streit um die gewalttätigen Auseinandersetzungen bei Donald Trumps Wahlkampfveranstaltungen eingeschaltet. Die Menschen, die gegen den republikanischen Präsidentschaftsbewerber demonstrieren, nannte die Ex-Gouverneurin frei übersetzt: kleine, armselige Gangster.

Palin unterstützt Trump seit Wochen bei seinem Rennen um die Nominierung der republikanischen Partei. Die nächsten Vorwahlen finden am Dienstag statt, dann wird in fünf US-Bundesstaaten abgestimmt, darunter in Florida. Dort trat nun Palin auf. Neben den Demonstranten selbst kritisierte sie in der Stadt Tampa auch die Medien für ihre Berichterstattung über die Zwischenfälle bei Trumps Wahlkampftreffen.

Die Medien seien auf der Seite der Verbrecher, zitiert der US-Sender CNN aus Palins Rede. "Was zur Hölle denkt ihr euch dabei, Medien?" Die Demonstranten würden nichts anderes tun, als "eure Zeit zu verschwenden", sagte Palin an das Publikum gerichtet.

In den vergangenen Wochen war es bei Trump-Veranstaltungen immer wieder zu Zwischenfällen gekommen (mehr über die eskalierende Gewalt dabei lesen Sie hier). Erst vor wenigen Tagen hatte ein 78 Jahre alter Anhänger Trumps bei einer Veranstaltung in North Carolina einem afroamerikanischen Demonstranten ins Gesicht geschlagen. Der Angreifer wurde wegen Körperverletzung angeklagt.

Die Polizei in North Carolina prüfte, ob Trump oder sein Wahlkampfteam das Publikum zu Gewalt angestachelt hätten. Ein Verfahren wird es nicht geben, wie nun bekannt wurde: Die Beweise reichten nicht aus, um den Straftatbestand der Anstachelung zu Ausschreitungen zu erfüllen, heißt es in einer Stellungnahme der Polizei von Cumberland, aus der mehrere US-Medien übereinstimmend zitierten.

Sarah und Todd Palin (2013) Zur Großansicht
REUTERS

Sarah und Todd Palin (2013)

Palins Ehemann in schweren Unfall verwickelt

Dass Palin überhaupt in Tampa aufgetreten ist, hat Beobachter überrascht. Sie hatte zuvor einen geplanten Soloauftritt in Florida abgesagt, um schnell zurück in ihre Heimat Alaska fliegen zu können. Ihr Ehemann Todd Palin, 51, war in einen schweren Unfall mit einem Schneemobil verwickelt. Er nimmt seit vielen Jahren an Schneemobil-Rennen teil.

Bevor Sarah Palin den Flieger nehmen konnte, stoppte sie in Tampa. Dort teilte sie nicht nur gegen die Medien und Demonstranten aus, sondern sagte auch, ihr Ehemann erhole sich gerade auf der Intensivstation. Unfälle wie dieser würden alles relativieren. Nach Palin kam Trump ans Rednerpult. Er nannte Todd Palin einen "harten Kerl". Und: "Wenn du zu hart bist, brichst du dir ab und zu ein paar Rippen."

aar/AP/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Bürgerrecht
bonngoldbaer 15.03.2016
Demonstrieren gehört zu den Bürgerrechten. Also kann niemand kleinen Gangstern verbieten, gegen einen großen Gangster zu demonstrieren.
2.
conillet 15.03.2016
Es sollte Standard sein, in solchen Fällen das Original in Klammern dazu zu liefern, damit man es sich nicht woanders suchen muss. Hier lesen wohl genug Leute mit guten Englischkenntnissen mit.
3. Rechtspopulistisches Standardrepertoire
larsmach 15.03.2016
Ja, ja - die "böse Presse"... Es ist schon erstaunlich, wie gleichsam Rechtspopulisten beiderseits des Atlantik ticken.
4. Alle Demokraten aufgepasst
rosenblume 15.03.2016
Genau in diese Richtung wird sich auch Deutschland bewegen. AfD und CSU sei Dank.
5. naja
Biraso 15.03.2016
Wenn es tatsächlich zu gewaltausschreitungen kam, bzw. Dies der einzige Zweck diesee Demonstration war, dann ist der Begriff "Gangster" nicht fehl deplatziert, da diese Menschen im Denckmantek einer Demonstration straftaten begehen. ma schauen wie es bei den nächstwn Rede aussieht. Denke wenn die demonstration nochmal so sehr eskaliert, werden diese Verboten.
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