Widerstand gegen US-Präsidenten Mehrheitsführer im Senat nennt US-Abzug aus Nahost "überstürzt"

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt öfter Ärger mit republikanischen Abgeordneten. Jetzt wendet sich Mitch McConnell, Mehrheitsführer im Senat, gegen Trumps Abzugspläne für Syrien und Afghanistan.

Mitch McConnell
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Mitch McConnell


Donald Trumps wichtigster Mann im US-Senat, der Mehrheitsführer Mitch McConnell, hat sich gegen Trumps Pläne zum Abzug von US-Soldaten aus Afghanistan und Syrien gestellt. McConnell warnte in Washington vor einem "verfrühten Rückzug" der Truppen.

Kurz zuvor hatte bereits US-Geheimdienstdirektor Dan Coats vor einem Nachlassen im Antiterrorkampf gewarnt. Die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) sei in Syrien und im Irak weiterhin mit "Tausenden Kämpfern" präsent.

Trotz ihrer großen Verluste bei Führungspersonal und Territorium habe die Miliz zudem weiterhin acht Unterorganisationen und "mehr als ein Dutzend Netzwerke", heißt es in einem in Washington veröffentlichten Bericht für den Kongress. Coats ist der Leiter der 17 US-Geheimdienstbehörden.

Wie die "New York Times" berichtet, gerät der US-Präsident in letzter Zeit verstärkt unter Druck durch Parlamentarier seiner eigenen Partei. Im Repräsentantenhaus stimmten zuletzt bis auf 22 alle anderen republikanischen Abgeordneten mit der Mehrheit der US-Demokraten. Es ging darum, die deutliche Ablehnung für einen Nato-Austritt der USA zu unterstreichen. Trump hatte diesen Medienberichten zufolge vor Vertrauten wiederholt erwogen.

Auch eine Lockerung von Sanktionen gegen einen russischen Oligarchen, die Trump verfügt hatte, räumten die Abgeordneten im Repräsentantenhaus wieder ab. Dabei stimmten zwei Drittel der Republikaner mit den Demokraten und damit gegen die außenpolitischen Vorstellungen ihres Präsidenten.

cht



insgesamt 10 Beiträge
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frenchie3 30.01.2019
1. Sehr schön
Impeachment or not to impeachment, this is the question :-). Ändert sich eh nix, leider
taglöhner 30.01.2019
2. Great again
Zitat von frenchie3Impeachment or not to impeachment, this is the question :-). Ändert sich eh nix, leider
Es sieht unabhängig davon auch für die Wahlen sehr schlecht aus für ihn, sagen die Umfragen. Und alles wird besser, wenn ein aufrechter Demokrat an der Spitze der Weltmacht den schmutzigen Großangriff Putins auf Freiheit, Frieden und die Aufklärung in der Welt so angemessen beantwortet, wie nur die USA es derzeit können.
Cyberfeld 30.01.2019
3.
Ich würde das nicht unbedingt überstürzt nennen die Amerikanische Bevölkerung will schon seit sie Obama zum ersten mal zum Präsidenten gewählt hatten raus, stattdessen wurde der Einsatz sogar noch ausgeweitet.
macarthur996 30.01.2019
4. die Weltlage
der Verdienst von Trump ist, das er viele Tagschläfer aufgeweckt hat und ihnen den amerikanischen Imperialismus vor Augen geführt hat. "America first" war schon lange vor Trump
Stefan_C 30.01.2019
5. Wenn er nicht bald irgendwas brauchbares vorweist ...
... ist DT ein "dead man walking": seinen hardcore-Fans keine Mauer besorgt, abgesehen von einer Steuerreform sonst nichts konstruktives vorzuweisen und jetzt gehen ihm auch noch die Abgeordneten langsam von der Fahne. Es wird einsam um den Deppen im Weissen Haus. Und dann demnächst noch der Muller-Report. Ich glaube, er sehnt sich jetzt langsam nach ausgiebigen Golf-Runden in Florida. Im Prinzip kann er die auch gern haben - muss ja nur zurücktreten. Vorschlag für eine passende Ausrede dazu: ein schmerzender Fersensporn?
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