USA Trump setzt Einfuhr-Erlaubnis für Elefantentrophäen wieder aus

Donald Trump reagiert auf die massive Kritik von Tierschützern: Der US-Präsident stoppte vorerst die Erlaubnis, Stoßzähne afrikanischer Elefanten zu importieren.

Elefanten im Hwange National Park, Simbabwe
REUTERS

Elefanten im Hwange National Park, Simbabwe


Angesichts weltweiter Proteste hat US-Präsident Donald Trump die Genehmigung des Imports von Elefantentrophäen wieder ausgesetzt. Das kündigte Trump per Twitter an - er wolle sich zunächst "alle Fakten über den Artenschutz" anschauen. US-Innenminister Ryan Zinke bestätigte, die Entscheidung werde überprüft.

Wenige Stunden zuvor hatte Trumps Sprecherin Sarah Sanders die Einfuhrerlaubnis noch verteidigt. Der United States Fish and Wildlife Service (USFWS) hatte am Donnerstag erklärt, Sportjäger dürften wieder Trophäen von in Simbabwe und Sambia erlegten Elefanten in die USA einführen. Damit wäre ein von Trumps Vorgänger Barack Obama erlassenes Verbot rückgängig gemacht worden.

Für die Aufhebung des Importverbots eingesetzt hatte sich die mächtige US-Waffenlobby NRA und der Jagd-Lobbyverband Safari Club International Foundation. Umwelt- und Tierschützer liefen dagegen Sturm und bezeichneten die von der Behörde aufgeführten Gründe als verlogen.

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Trumps Elefantenerlass: Erfolg der Jäger- und Waffenlobby

Zuletzt hatte auch die französische Filmlegende Brigitte Bardot, die als radikale Tierschützerin bekannt ist, harsche Kritik an der US-Entscheidung und an Trump geübt. "Kein Despot der Welt kann die Verantwortung dafür übernehmen, solch alte Tierarten zu töten, die Teil des Welterbes der Menschheit sind", schrieb sie in einem Brief an den US-Präsidenten. Der Elefant sei ein "einzigartiges, magisches, heiliges, verehrtes und geschütztes Tier". An Trump gewandt erklärte die 83-Jährige: "Ihre beschämenden Taten bestätigen die Gerüchte, wonach Sie ungeeignet für das Regieren sind."

Laut der Organisation Great Elephant Census ist die Zahl der Elefanten in Afrika zwischen 2007 und 2014 um 30 Prozent gesunken. In Simbabwe betrug der Rückgang sieben Prozent.

Auch Trumps Söhne sind übrigens bekannt dafür, gerne auf die Jagd zu gehen. Im Internet kursiert ein Foto von Donald Trump junior, auf dem er vor einem erlegten Elefanten posiert - mit einem Messer in der einen und dem abgetrennten Schwanz des Tieres in der anderen Hand.

cte/AFP



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