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Vorwahlen der US-Republikaner: Trump gewinnt in Florida, Kasich siegt in Ohio, Rubio gibt auf

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AFP

Donald Trump

Donald Trump setzt sich bei den Vorwahlen der US-Republikaner in drei Staaten durch, darunter in Florida - dem Heimatstaat seines Rivalen Marco Rubio. Der beendet nun seinen Wahlkampf. In Ohio feiert Gouverneur John Kasich seinen ersten Sieg.


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Donald Trump kommt der Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner immer näher: Der Milliardär hat am zweiten Super Tuesday die Vorwahl in Florida gewonnen und sich damit weitere 99 Delegiertenstimmen für den Parteitag der Republikaner gesichert.

Auch in Illinois und North Carolina setzte sich Trump durch. "Das ist ein großartiges Ergebnis", sagte der Unternehmer vor Anhängern in Palm Beach. "Ich hätte nie gedacht, dass das passieren würde."

Das Ergebnis in Florida bedeutete das Aus für Marco Rubio. Trumps Konkurrent sitzt für Florida im US-Senat - und hat ausgerechnet seinen Heimatstaat gegen Trump verloren. Nach Auszählung von 73 Prozent der Stimmbezirke holte Trump gut 45 Prozent. Rubio landete mit nur rund 28 Prozent auf dem zweiten Platz. An dritter Stelle lag den Teilergebnissen zufolge der erzkonservative Senator Ted Cruz mit gut 16 Prozent.

Rubio verkündete vor Anhängern in Miami das Ende seiner Bewerbung. "Es ist nicht Gottes Wille, dass ich 2016 Präsident werde - vielleicht niemals", sagte Rubio bei seinem Abschied von der Wahlkampfbühne. "Wir sind zwar auf der richtigen Seite, aber wir werden dieses Jahr nicht auf der Seite der Gewinner sein." Der 44-Jährige konnte nur die Vorwahlen in Minnesota, Puerto Rico und Washington D.C. gewinnen.

"Die USA erleben einen politischen Tsunami", sagte der Sohn kubanischer Einwanderer über seine Bewerbung. Die Bürger seien wütend. Da habe er es als gemäßigter Kandidat schwer gehabt. "Ich bitte die amerikanische Bevölkerung, sich nicht der Angst und dem Frust hinzugeben, sagte Rubio in Richtung Trumps.

Marco Rubio (l.) und Donald Trump Zur Großansicht
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Marco Rubio (l.) und Donald Trump

Dagegen konnte John Kasich, Gouverneur von Ohio, in seinem Heimatstaat einen wichtigen Sieg feiern. Er setzte sich dort laut Nachwahlumfragen mit deutlichem Vorsprung vor Trump durch. Es ist der erste Erfolg für Kasich bei den Vorwahlen der Republikaner. Er sicherte sich damit 66 Delegiertenstimmen.
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US-Vorwahlen: Die Sieger, die Verlierer

Kasich wurde im Wahlkampf in Ohio von prominenten Partei-Vertretern wie dem Ex-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney unterstützt. Sollte Kasich tatsächlich gewinnen, würde er zum Hoffnungsträger der Anti-Trump-Fraktion, die sich zum Parteitag im Juni formieren könnte.

"Wir kriegen jetzt den Rückenwind, den wir brauchen", sagte Kasich nach seinem Erfolg. "Und wir haben auch das nötige Geld." Er sei anders als Trump und Cruz in der Lage, Hillary Clinton bei der Präsidentschaftswahl im November zu besiegen. "Wir werden uns die republikanische Kandidatur sichern", sagte Kasich vor Anhängern in Berea.

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John Kasich

Außer in Florida, Ohio, North Carolina und Illinois fanden am Dienstag Vorwahlen in Missouri statt. Dort zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Trump und Cruz ab, Nach Auszählung von mehr als drei Viertel der Stimmen trennten beide Politiker nur 0,2 Prozentpunkte.

Lesen Sie hier alles über die Ergebnisse bei den Demokraten.

syd/AFP/dpa

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insgesamt 18 Beiträge
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1. Der Alptraum rückt näher
pasajo 16.03.2016
So allmählich muss man sich wohl wirklich mit der Vorstellung anfreunden dass Trump tatsächlich der republikanische Präsidentschaftskandidat wird. Wollen wir hoffen dass die Amerikaner dann noch einen Hauch von Vernunft zeigen und einen Demokraten wählen, selbst wenn's Hillary Clinton ist.
2. Markus Feldenkirchen
jensen12345 16.03.2016
wird sich jetzt sehr freuen ^^
3. Gatorate Aktien kaufen jetzt
naklar261 16.03.2016
...wegen den Elektrolyten...ich empfehle nochmals den Film Idiocrazy...
4. Brokered convention - oder Trump marschiert durch
dave_t 16.03.2016
Auch Ted Cruz (geschweige denn der immer noch unter Wert geschlagene John Kasich) werden die nötige Mehrheit der Stimmen einsammeln können. Entweder es kommt zu einer brokered convention, und ein ganz anderer Kandidat wird aus dem Hut gezogen (Mitt?), oder Trump marschiert durch. Und dann hat er gute Chancen, auch Präsident zu werden, wenn - wonach es ausschaut - Hillary Clinton für die Demokraten antritt. Denn auch wenn über sechzig Prozent der Wähler (heute!) behaupten, auf gar keinen Fall Trump ihre Stimme geben zu wollen, so bedeutet das noch lange nicht, daß sie auch für HC stimmen. Clinton ist gerade unter Republikanern verhasst wie sonst kaum ein Politiker. Vielleicht bleiben viele Leute einfach zu Hause. Und dann gewinnt, wer seine Klientel am besten an die Wahlurnen treiben kann. Und da traue ich Trump leider einiges zu. Wobei Hillary Clinton nur graduell besser wäre als Trump. Und bei Cruz (evangelikaler Spinner) hätte ich bald noch größere Angst, was er mit dem Atomkoffer anstellen könnte.
5. Lauter...
spiegel011 16.03.2016
Irre in Amerika. Ich hoffe es ist nur ein guter Scherz das mit Trump und er kommt nicht weiter als bis zur erfolgreichen Kandidatur. Ich meine da kann ja jeder kommen und sagen ich will Präsident werden, habe Null Erfahrung in Politik aber dafür kann ich schön Schimpfen und Hetzen und blablabla. Das ist es was die meisten Amerikaner so gekonnt in umwerfende Politische Reden und Ziele übersetzen können. Blablabla (Jubel beim Publikum) Blabla (Alle klatschen).
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