Gipfel in Vietnam Treffen zwischen Putin und Trump abgesagt

Kurzer Händedruck, ein Schulterklopfen - das war's: Beim Asien-Pazifik-Gipfel ist das eigentlich geplante Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin ausgefallen.

Donald Trump, Wladimir Putin
AFP

Donald Trump, Wladimir Putin


US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin haben einander beim Apec-Gipfel in Vietnam kurz begrüßt. Beim Aufstellen zum Gruppenfoto hätten die Staatschefs einander die Hand geschüttelt, meldete die russische Agentur Interfax aus der Stadt Da Nang.

Trump habe Putin auf die Schulter geklopft. Nach dem Fototermin seien beide getrennt zum nachfolgenden Bankett des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft gegangen. Ein ausführliches Gespräch war vorher vom Weißen Haus unter Verweis auf Terminprobleme abgesagt worden.

Trump lehnte auf dem Gipfel Handelsbündnisse mit verschiedenen Partnern strikt ab. Den Diebstahl von geistigem Eigentum und andere unfaire Praktiken würden die USA nicht länger hinnehmen. Zugleich empfahl er auch allen anderen Nationen, ihr Heil auf eigene Faust zu suchen.

Trump und Putin hatten sich bisher nur am Rande des G20-Gipfels im Juli in Hamburg zu einem persönlichen Gespräch getroffen. US-Außenminister Rex Tillerson sagte, die Frage sei, ob es überhaupt "genügend Substanz" für ein solches Gespräch gebe. Zwischen beiden Staaten bestehen klare Differenzen etwa im Syrien- und Ukraine-Konflikt.

Der Apec gehören insgesamt 21 Pazifik-Anrainerstaaten an, auf die etwa 60 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung entfallen. Die Gruppe trifft sich einmal pro Jahr an wechselnden Orten zu einem Gipfel. Zu den Teilnehmern gehören auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau und Japans Regierungschef Shinzo Abe.

cte/dpa

insgesamt 8 Beiträge
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romeov 10.11.2017
1. Schlimm
...wenn der Druck durch Medien und politische Allianzen in der USA so groß wird, dass schon das bloße Treffen zweier Politiker sabotiert werden kann.
eule_neu 10.11.2017
2. Trumps Gesprächsabsage war doch zu erwarten
Trumps Ärger zu Hause in Amerika wegen der eventuellen Russlandnähe im Wahlkampf und die Untersuchungen dazu durch einen Sonderermittler lassen Trump inzwischen in der Russlandfrage sehr vorsichtig agieren. hinzu kommt sein irrealer Anspruch, zusammen mit Chinas Führer die Welt zu beherrschen, da gibt es keinen Platz für Putin. Ergo wird der kalte Krieg noch weiter angetrieben, denn Russland - auch wenn man Putin nicht mag - wird seinen Machtanspruch in der Weltpolitik weiter untermauern, da beißt auch Trump keinen Faden ab. Die Situation in der versuchten Neuordnung der Weltordnung ist komplizierter und undurchsichtlicher geworden. Hierdurch ist auch die politische Lage vom Iran über Saudi-Arabien bis zum Jemen und Libanon ist es explosiver geworden und die Mächtigen dieser Welt werden sich latent reizen. Diese Mélange von Schiientum, Sunnitentum und Wahabinismus wird sehr vielen Menschen das Leben kosten und Fluchtströme in Gang setzen. Europa wird sich politisch und sozial nicht abschotten können, hat aber letztlich keinen Einfluss, um die Sachlage in einen für die Bürger positiven Sachverhalt zu drehen. Europa muss von der derzeitigen politischen Richtung der US-Regierung Abstand halten und auf die eigenen Kräfte in Europa bauen, sonst kommen wir in gefährliche Fahrwasser. Ob eine Dreierkoalition in Deutschland die drohenden Probleme der Weltpolitik gut bearbeiten, sei dahingestellt ..
Stasik 10.11.2017
3. Standortbestimmung dringend nötig
Es wird höchste Zeit, dass sich die deutsche Politik von einem Amerika distanziert, das nichts auslässt, die Beziehung zu Russland zu verschlechtern. Es gibt einfach keinen Grund, dieses Land und seine politische Führung als Inbegriff des Bösen zu desavouieren und nicht stattdessen mit Russland gemeinsam nach Lösungen für die zahlreich bestehenden Konflikte zu suchen. Ich bezweifle jedoch, dass die neue Regierung die Kraft haben wird, entsprechende Signale einer eigenständigen Politik auszusenden, zu der auch ein verbessertes Verhältnis zu Russland gehören würde.
fixik 10.11.2017
4.
Ich weiß zwar nicht, ob solche Gespräche überhaupt wichtig sind. Über was wird bei solchen Treffen eigentlich gequatscht? Falls doch, dann haben hier auch die Medien einiges zerstört. Deren Paranoidität bringt die ganze Welt aus dem Gleichgewicht. Auch wenn das größte Sicherheitsrisiko hier wie immer amerikanische Sicherheitsdienste sind. Von dort werden ständig neue Gerüchte in die Welt gestreut. Das können die machen, weil die nichts beweisen müssen. Und auf diese Weise haben die Macht, die denen nicht zustehen darf, da diese Vereine von niemanden gewählt wurden. Das ist im Grunde ein Regime und keine Regierung mehr.
geotie 10.11.2017
5.
Zitat von fixikIch weiß zwar nicht, ob solche Gespräche überhaupt wichtig sind. Über was wird bei solchen Treffen eigentlich gequatscht? Falls doch, dann haben hier auch die Medien einiges zerstört. Deren Paranoidität bringt die ganze Welt aus dem Gleichgewicht. Auch wenn das größte Sicherheitsrisiko hier wie immer amerikanische Sicherheitsdienste sind. Von dort werden ständig neue Gerüchte in die Welt gestreut. Das können die machen, weil die nichts beweisen müssen. Und auf diese Weise haben die Macht, die denen nicht zustehen darf, da diese Vereine von niemanden gewählt wurden. Das ist im Grunde ein Regime und keine Regierung mehr.
Ich frage mich, warum Sie nicht in der Regenbogenpresse rumblättern. Könige und Grafen sind auch wichtige Leute und das Thema wer mit wem und was man anhat ist doch auch sehr schön. Der Spiegel Online ist ja sowieso immer am Lügen und die Welt ist viel zu grausam. Genauso wie die Wahrheit, aber damit will ich Sie nicht belästigen.
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