Tweet von Trump Rechtsberater McGahn verlässt das Weiße Haus

Don McGahn soll verhindert haben, dass Donald Trump Robert Mueller feuert. Später kooperierte der Justiziar des Weißen Hauses mit dem Sonderermittler. Nun kündigt der Präsident McGahns Ausscheiden an.

Don McGahn (Hintergrund) und Donald Trump
REUTERS

Don McGahn (Hintergrund) und Donald Trump


Der Rechtsberater des Weißen Hauses, Don McGahn, wird seinen Posten im Herbst verlassen. Das teilte US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit. Gründe für das Ausscheiden McGahns nannte er nicht.

"Ich habe lange mit Don zusammengearbeitet und schätze seinen Dienst", schrieb Trump. McGahn werde kurz nach der Senatsabstimmung über Brett Kavanaugh, Trumps Wunschkandidaten für den Supreme Court, ausscheiden. Diese werde "hoffentlich" mit der Bestätigung Kavanaughs enden, so Trump.

Zuletzt berichtete die "New York Times", dass McGahn "umfangreich" mit Sonderermittler Robert Mueller kooperiert habe. Mueller untersucht mögliche illegale Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung. Er geht auch dem Verdacht nach, dass Trump als Präsident die Ermittlungen zu den Moskau-Kontakten zu behindern versucht haben könnte.

Laut "New York Times" sagte McGahn bei mindestens drei Befragungen insgesamt 30 Stunden lang aus. Dabei sei es um die mutmaßliche Behinderung der Ermittlungen durch den US-Präsidenten gegangen. McGahn habe unter anderem über die Hintergründe der Entlassung des früheren FBI-Chefs James Comey gesprochen.

Ferner habe sich McGahn zu den mutmaßlichen Versuchen von Trump geäußert, Sonderermittler Mueller zu entlassen. Trump soll laut "New York Times" im Juni 2017 die Entlassung Muellers angeordnet haben. McGahn habe jedoch damit gedroht, dass er lieber selbst zurücktrete, bevor er die Entlassung Muellers in die Wege leite. Daraufhin habe der US-Präsident von seinem Plan abgelassen.

asa/AP/AFP



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