Angriff auf Carly Fiorina Trump macht sich über Aussehen seiner Konkurrentin lustig

Donald Trump sorgt mal wieder mit einer frauenfeindlichen Äußerung für Aufsehen. Gegenüber einem Reporter machte er sich über das Aussehen seiner Konkurrentin Carly Fiorina lustig: "Guck dir dieses Gesicht an!"

Präsidentschaftsbewerber Trump: "Sie ist eine Frau und ich sollte nichts Böses sagen, aber wirklich Leute, kommt schon"
AFP

Präsidentschaftsbewerber Trump: "Sie ist eine Frau und ich sollte nichts Böses sagen, aber wirklich Leute, kommt schon"


Die Liste der Frauen, die Donald Trump beleidigt und angreift, wird länger und länger. Schauspielerin Rosie O'Donnell, Fox-Moderatorin Megyn Kelly, dann Heidi Klum - und nun Carly Fiorina. Die ehemalige Chefin von Hewlett Packard ist die einzige Frau im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner.

Gegenüber dem Magazin "Rolling Stone" äußerte sich Trump äußerst abfällig über seine Konkurrentin. In einem längeren Porträt über den Immobilientycoon beschreibt Reporter Paul Solotaroff folgende Szene: Trump sieht seine Rivalin Fiorina im Fernsehen. "Guck dir dieses Gesicht an", soll er daraufhin gebrüllt haben. "Würde das irgendjemand wählen? Kannst du dir vorstellen, dass dieses Gesicht das Gesicht unserer nächsten Präsidentin sein soll?".

Laut Solotaroff habe Trump immer lauter gelacht und dann nachgeschoben: "Ich meine, sie ist eine Frau und ich sollte nichts Böses sagen, aber wirklich Leute, kommt schon. Meinen wir das ernst?"

Fiorina reagierte umgehend auf Trumps neuesten Angriff. Sie nehme die Bemerkungen "sehr ernst", sagte sie Fox News. "Vielleicht habe ich ihn ein kleines bisschen gereizt, weil meine Umfragewerte steigen." Zuletzt hatte Fiorina, die vor der ersten TV-Debatte nicht unter den besten zehn Bewerbern rangierte, merklich aufgeholt.

Während der Fernsehdebatte, bei der Fiorina nicht gemeinsam mit Trump auf der Bühne stand, hatte sich der Milliardär mit Moderatorin Megyn Kelly angelegt, die ihn mit seinen frauenfeindlichen Sprüchen konfrontiert hatte. Anschließend griff er die Journalistin an und unterstellte Kelly, Menstruationsprobleme zu haben.

Daraufhin beteuerte Trump, er habe nichts gegen Frauen, sie seien phänomenal. "Ich habe Tausende von ihnen eingestellt."

syd/Reuters



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