Aussagen im Überblick Trump ätzt gegen Obama - und warnt Europa vor Einwanderung

Lob für Boris Johnson, Kritik an Angela Merkel: Bei seinem Großbritannien-Besuch spricht US-Präsident Donald Trump über die Fragen der Weltpolitik. Lesen Sie hier seine wichtigsten Aussagen.

Donald Trump und Theresa May
AFP

Donald Trump und Theresa May


Donald Trump ist auf großer Europareise: Nach seinem Stopp bei der NATO in Brüssel am Donnerstag, ist er momentan in Großbritannien und wird am Montag den russischen Präsidenten Wladimir Putin im finnischen Helsinki treffen.

Es geht um Weltpolitik - und zu genau der hat sich der US-Präsident bei seiner gemeinsamen Pressekonferenz mit Premierministerin Theresa May in Chequers auch geäußert. Lesen Sie hier die wichtigsten Punkte:

  • Trump knüpft nach eigenen Worten keine großen Erwartungen an das Treffen mit Putin. Er werde auch über atomare Abrüstung sprechen. Atomwaffen seien das "größte Problem in der Welt".
  • Zugleich erklärte er, Russland hätte die Krim nicht eingenommen, wenn er damals schon US-Präsident gewesen wäre. Die Annexion der Krim sei ein Desaster für den damaligen US-Präsidenten Barack Obama gewesen, sagt Trump.
  • Der zurückgetretene britische Außenminister Boris Johnson wäre nach Ansicht von Trump ein großartiger Premierminister. Als einen Grund nannte Trump, dass Johnson ihn gelobt habe. Zugleich beschrieb Trump Amtsinhaberin May als grandios.
  • Trump nannte die Einwanderung in Europa "sehr negativ". "Die Einwanderung ändert die Kultur Europas." Der Kontinent solle besser auf sich aufpassen. "Schaut euch an, was mit den Ländern passiert." Er habe eine großartige Beziehung zu Kanzlerin Angela Merkel, aber das aktuelle Deutschland sei sehr stark von ihr geprägt, sagte Trump.
  • Trump kritisierte Deutschland auch erneut wegen seiner Energiepolitik. Der Bau der Pipeline Nord Stream 2, über die russisches Gas nach Europa transportiert werden soll, sei "ein furchtbares Ding". Er wiederholte seine Kritik, Deutschland bestreite seinen Energiebedarf zu bis zu 70 Prozent aus Russland. Die Bundesrepublik hatte zuvor bereits klargestellt, dass dies eine falsche Darstellung ist.

Trump dankte May während ihrer gemeinsamen Pressekonferenz für ihre Verteidigungspolitik und lobte die Beziehungen zwischen beiden Ländern. Das Verhältnis zwischen den USA und Großbritannien sei noch niemals so stark gewesen wie jetzt, sagte Trump. Er würdigte, dass Großbritannien das sogenannte Zwei-Prozent-Ziel der Nato erfüllt.

dop/Reuters



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