USA Trumps Umfragewerte fallen unter 40 Prozent

Nach einem halben Jahr im Amt sind Donald Trumps Umfragewerte so schlecht wie nie zuvor. Allerdings ist eine Mehrheit der Amerikaner noch immer glücklich mit dem Wirtschaftskurs des Präsidenten.

US-Präsident Donald Trump
AFP

US-Präsident Donald Trump


Donald Trump ist seit rund einem halben Jahr Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika - doch bislang ist eine Mehrheit der US-Wähler unzufrieden mit dem neuen Mann im Weißen Haus. Nach einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage der "Washington Post" und des Senders ABC sind nur noch 39 Prozent der registrierten Wähler mit Trumps Amtsführung zufrieden. Im April waren es noch 42. (Hier geht's zu den Details der Umfrage.)

Noch schlechter sind Trumps Werte in der Gesamtbevölkerung, also unter registrierten Wählern und erwachsenen Amerikanern, die nicht registriert sind. Dort kommt Trump auf 36 Prozent Zustimmung.

Umgekehrt stieg der Anteil der Amerikaner, die den Kurs des republikanischen Präsidenten ablehnen, auf 58 Prozent. Und fast die Hälfte - 48 Prozent - gab an, dass sie "starke" Einwände gegen Trumps Amtsführung habe und dass die US-Führungsrolle in der Welt seit seiner Vereidigung am 20. Januar schwächer geworden sei.

So unbeliebt war zuletzt George W. Bush

Solche niedrigen Werte haben die Demokraten Barack Obama und Bill Clinton der "Washington Post" zufolge während ihrer Amtszeit nie aufgewiesen, lediglich der Republikaner George W. Bush habe in seiner zweiten Amtszeit derart schlecht abgeschnitten.

Die Ergebnisse der Erhebung deuten nach Angaben der Zeitung auf verschiedene Ursachen für Trumps mangelnde Beliebtheit hin. So sei etwa die derzeitige Zustimmung zu Obamas Gesundheitsreform (Obamacare) doppelt so hoch wie die zu republikanischen Plänen für ein neues System.

Bemerkenswert ist Trumps weiterhin recht gutes Abschneiden in Wirtschaftsfragen. 45 Prozent aller registrierten Wähler finden seinen Wirtschaftskurs gut, 41 lehnen ihn ab. Ähnliche Zahlen dokumentiert auch die US-Webseite "RealClearPolitics". (Hier geht's zu den Umfragen.)

Donald Trump sieht sich zurzeit mit massiven Vorwürfen konfrontiert, sein Team habe im Wahlkampf mit russischen Regierungsstellen zusammengearbeitet. Der Präsident selbst hingegen machte am Sonntagmorgen via Twitter die Medien für die Schwierigkeiten verantwortlich.

beb

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