Grenzmauer zu Mexiko US-Regierung ordert Prototypen aus Beton

Die Finanzierung ist noch längst nicht geklärt, dafür sollen nun schon einmal Modelle entstehen: Die US-Regierung hat vier Firmen beauftragt, ihre Version einer Grenzmauer zu Mexiko zu bauen. Pläne gibt es bereits.

Zaun an der Grenze zwischen USA und Mexiko
Getty Images

Zaun an der Grenze zwischen USA und Mexiko


Die US-Regierung hat aus zahlreichen Bewerbungen vier Firmen ausgesucht, die Modelle für eine Grenzmauer zu Mexiko bauen sollen. Die ersten Prototypen sollen aus Beton gefertigt werden, bis zu neun Metern hoch und zehn Meter lang werden, heißt es in einer Erklärung der US-Grenzschutzbehörde CBP. Später sollen weitere Modelle hinzukommen, die aus anderen Materialen gefertigt sind.

Die ausgewählten Firmen - alle mit Sitz in den USA - hatten an einer im März gestarteten Ausschreibung teilgenommen. Sie sollen ihre Prototypen im Herbst in der Region von San Diego in Kalifornien errichten, die Kosten liegen zwischen 400.000 und 500.000 Dollar pro Mauerabschnitt. Das sind umgerechnet bis zu 420.000 Euro.

In einer gesonderten Ausschreibung hatte die US-Regierung dazu aufgerufen, Prototypen aus anderen Materialien als Beton anzubieten. Das Ergebnis dieser Ausschreibung soll kommende Woche vorgestellt werden.

Der Bau einer Mauer an der 3200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko ist eines der zentralen Wahlversprechen Donald Trumps. Der US-Präsident brachte schon eine Stahlmauer mit Öffnungen ins Spiel, außerdem die Ausstattung mit Solarzellen. Allein die Finanzierung für das Projekt fehlt: Insgesamt dürfte das Projekt mehr als 20 Milliarden Dollar kosten. Trump will den Großteil der Kosten Mexiko auferlegen, was die dortige Regierung kategorisch ablehnt.

Trump fordert vom US-Kongress die Bereitstellung von Mitteln für die Mauer im neuen Haushalt. "Und wenn wir die Regierung schließen müssen - wir werden diese Mauer bauen", sagte er jüngst vor Anhängern in Phoenix. Mehr über diesen gefährlichen Streit zwischen Trump und dem Kongress lesen Sie hier.

aar/dpa/AFP



insgesamt 73 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
nite_fly 01.09.2017
1. Naja, wie doof wären die Mexikaner denn, wenn sie...
...da auch nur einen einzigen Cent für dieses Monstrum an Selbstherrlichkeit dieses Herrn Trump bezahlen würden?? Seit dem NAFTA-Abkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko wurden ja fast alle Produktionsstätten ins Ausland verlagert, weil das die Leute besser ausgebeutet werden können. Detroit, die einstige Automobil-Hochburg der USA, wurde da schlagartig nahezu zu einer Geisterstadt... Man stelle sich jetzt noch vor, die Mexikaner würden den Amerikanern keine Teile mehr zur Endmontage liefern??? Die USA, die ja jetzt schon ziemlich hintendran hängt, wäre komplett erledigt... Den Mexikanern geht es jetzt schon sehr schlecht, auf Kosten der USA. Viel schlechter kann es für die gar nicht mehr werden... Doch wenn die USA ihre Zulieferteile, die die zu unmutbaren Bedingungen in Mexiko produzieren lässt, nicht mehr geliefert bekommt, dann wird der Herr Präsident recht blöd aus der Wäsche schauen: Denn die Kosten der Mauer wären dann nur ein Witz dagegen... Aber der Typ hat eh' ein Rad ab!!! Ich darf jetzt sicherlich nie mehr in die USA einreisen... Aber wer will das schon....
stefan.p1 01.09.2017
2. Notwendige Maßnahme
Was immer wieder verschwiegen wird, sind die Fakten die hinter dem Thema Mauerbau stehen: 1. Die Grenze war schon immer( auch zu Obamas Zeiten) stark mit einem Zaun und ähnlichem befestigt und wird jetzt nur ausgebaut. 2. Weil der überwiegende Teil der US-Volkseuche Nr 1 -Drogen- über diese , schlecht gesicherte- Grenze kommt, ist ein Ausbau mehr als Notwendig. 3. der größte Teil der illegalen Einwanderer kommt über diese Grenze. Die arbeiten in den USA schwarz ( d.h. zahlen keine Steuern) und schicken das Geld dann zu ihren Familien in Mittel und Südamerika Alleine diese 3 Fakten sind aus meiner Sicht ausreichend den Grenzschutz zu verbessern. Frau Merkel würde jetzt vermutlich jetzt noch die bösen Schlepper anführen, die sich auch in diesem Grenzgebiet eine goldene Nase verdienen , aber ich halte das Argument von der Kanzlerin für verlogen und will das hier nicht anführen. Alles in allem ist das eine notwendige Maßnahme ,die in einem Großteil der US-Bevölkerung Unterstützung findet.
wokri 01.09.2017
3. Wahlversprechen
Er wollte die Mauer dich schon lange gebaut haben.... wenn er in dem Schneckentempo weiter macht, wird die Mauer in den nächsten 3 1/2 Jahren eh nicht fertig. Dann ist er kein Präsident mehr.
meisteryupa 01.09.2017
4.
Es sollte erwähnt werden, dass der Postillon seine eigenen Ideen zur Mauer hat: http://www.der-postillon.com/2017/01/IKEA-wall.html
janne2109 01.09.2017
5. Mr Trump
Mr. Trump schämen Sie sich. Liebe Freunde in diesem schönen Land Amerika, wir werden uns weiterhin selten sehen, es sei denn an einem anderen Ort dieser Welt. Ich mag nicht meinen kostbaren Urlaub in einem Land verbringen und an der Kasse im Supermarkt die Schlange betrachten und überlegen -- na, bist du ein Trump Wähler, oder scheel an der Ampel gucken - wer von euch hat dieses Ungeheuer gewählt. Liebe Grüße ....
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.