Gipfel in Singapur In diesem Insel-Idyll treffen sich Kim und Trump

Freizeitinsel, Luxusresort, streng bewachte Sicherheitszone - das Weiße Haus hat den Ort für das Treffen von Donald Trump und Kim Jong Un bekannt gegeben: Sentosa im Süden Singapurs.

REUTERS

Wenn sie es sich nicht doch noch im letzten Moment anders überlegen, kommen Donald Trump und Kim Jong Un in Singapur zu einem historischen Treffen zusammen. Nie zuvor hat es solch ein Treffen zweier amtierender Staatschefs der beiden Länder gegeben. Mittlerweile ist auch klar, wo genau die beiden miteinander sprechen sollen: auf der Insel Sentosa im Süden des Stadtstaats.

Bei der Begegnung soll es um das nordkoreanische Atomprogramm gehen. Als Ort wurde das Hotel Capella ausgewählt, wie Trumps Sprecherin Sarah Sanders in Washington mitteilte. Das Luxusresort liegt relativ weit entfernt von den dicht bevölkerten Wohngebieten Singapurs und lässt sich deshalb gut absichern. Die Insel ist zudem nur durch eine einzige Brücke mit dem Festland verbunden, die sich leicht für den Autoverkehr sperren lässt.

Die Gegend um das Capella-Hotel wiesen die Behörden von Singapur für die Tage rund um den Gipfel bereits als Sicherheitszone aus. Privatpersonen dürfen dann keine Waffen, Megaphone oder Transparente dorthin mitbringen, wie die örtliche Regierung auf ihrer Website mitteilte. Auch Drohnen sind dort verboten. Der Polizei ist die Durchsuchung von allen Menschen erlaubt, die in diesen Tagen in diese Zone hinein wollen.

Das Capella-Hotel mit seinen 112 Zimmern und Gästevillen ist in restaurierten Kolonialgebäuden untergebracht, darunter einem früheren Offizierscasino der britischen Armee. Entworfen wurde das Hotel vom britischen Stararchitekten Norman Foster. Zu den berühmtesten Gästen des Hotels gehörten die Popstars Lady Gaga und Madonna.

Sentosa Island ist ein beliebter Ausflugsort für die Bewohner des dichtbewohnten Singapur und eine der größten Touristenattraktionen des Kleinstaats. Auf der Insel gibt es künstlich angelegte Strände mit Palmen, Casinos und einige der besten Golfanlagen Asiens.

Die Insel hat allerdings eine düstere Vergangenheit: Sie diente als Gefängnisinsel der Japaner, die dort britische und australische Soldaten während des Zweiten Weltkriegs inhaftierte, wie unter anderem der britische "Guardian" berichtet.

kev/AFP



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