Reaktionen zu USA und Nordkorea "Ein historischer Meilenstein"

Südkorea preist die "Führungsstärke" des US-Präsidenten. Japan lobt die "Änderung" in Nordkoreas Haltung. Und Dennis Rodman bittet: "Richten Sie Grüße aus." Die Reaktionen zum geplanten Treffen von Kim und Trump.

Moon Jae In
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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat US-Präsident Donald Trump zu einem Treffen eingeladen - die entsprechende Botschaft überbrachte Südkoreas nationaler Sicherheitsberater Chung Eui Yong. Da ist es wenig überraschend, dass sich die Regierung in Seoul über Trumps positive Reaktion und das nun bevorstehende Gipfeltreffen freut. Präsident Moon Jae In sprach von einem "historischen Meilenstein", der die Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel voranbringen werde.

Moon lobte Trump dafür, dass er die Einladung Kims angenommen habe. Die Führungsstärke des US-Präsidenten werde "nicht nur von den Bewohner in Süd- und Nordkorea gepriesen werden", sondern von jedem Menschen auf der Welt, der Frieden liebe. Moon selbst will Kim im April zu einem Gespräch treffen.

Auch aus Japan gibt es erste Reaktionen. Premierminister Shinzo Abe begrüßte die "Änderung" in Nordkoreas Haltung. Er telefonierte am Freitag mit Trump und sagte anschließend, sie seien sich beide einig, dass diese Entwicklung das Ergebnis des fortgesetzt hohen Drucks auf Nordkorea durch Japan, seine Schutzmacht USA, Südkorea und der internationalen Gemeinschaft sei. Abe und Trump wollen sich demnach im kommenden Monat in den USA treffen.

Bei Steve Goldstein, Mitarbeiter im US-Außenministerium, klang das ähnlich: Das Treffen zeige, dass "die Methode des maximalen Drucks" funktioniere. Dass Nordkorea sich für Gespräche bereit zeige, sei ein Beleg dafür, dass die Sanktionen "anfangen, Wirkung zu zeigen".

Lob für das Treffen von Kim und Trump kam auch von weniger politischer Seite: "Gut gemacht, Präsident Trump. Sie sind auf dem Weg zu einem historischen Treffen, das kein US-Präsident zuvor erlebt hat", sagte Ex-Basketballer Dennis Rodman. Er war in der Vergangenheit mehrfach in Nordkorea gewesen und hatte Kim 2013 und 2014 persönlich getroffen. Das erklärt auch die Bitte an Trump: "Richten Sie Kim Jong Un und seiner Familie Grüße von mir aus."

aar/AP/Reuters/dpa

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