G7-Gipfel in Sizilien Trump verweigert sich Klimaschutzerklärung

Selten gab es so viel Streit bei einem G7-Gipfel. Die Differenzen mit US-Präsident Donald Trump überschatten die Beratungen. Zwar gibt es Fortschritte beim Thema Handel, doch beim Klimaschutz sind die USA isoliert.

Angela Merkel, Tunesiens Präsident Beji Caid Essebsi, Donald Trump
DPA

Angela Merkel, Tunesiens Präsident Beji Caid Essebsi, Donald Trump


Die großen westlichen Industriestaaten haben bei ihrem G7-Gipfel in Sizilien ihre Differenzen in der Klimapolitik nicht überbrücken können.

In der Abschlusserklärung werde deutlich gemacht, dass sich die USA im Gegensatz zu den sechs anderen Ländern noch nicht klar zum Pariser Klimaabkommen bekennen wollen, hieß es aus Diplomatenkreisen. Die anderen G7-Staaten bekräftigen hingegen, die Verpflichtungen zur Verringerung der Treibhausgase schnell umsetzen zu wollen.

US-Präsident Donald Trump stellt das Pariser Klimaabkommen zur Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen infrage. Kanzlerin Angela Merkel, für die das Thema als Gastgeberin des G20-Gipfels im Juli auch eine Prestigesache ist, hatte bereits am Freitag vergeblich versucht, Trump zu überzeugen. Am Samstag kündigte der US-Präsident auf Twitter eine Entscheidung zum Verbleib im Klimaschutzabkommen für die kommende Woche an.

Die Unterhändler saßen bis tief in die Nacht zusammen und setzten ihre Verhandlungen am Vormittag fort. Schwere Differenzen bestanden auch beim Umgang mit der Flüchtlingskrise, wo sich Trump ebenfalls sperrte.

Fortschritte beim Thema Handel

Beim Thema Handel soll es dagegen "bedeutende Fortschritte" geben. Das berichten Vertreter des Gastgebers Italien und der französischen Delegation. Demnach soll Trump einer Passage zugestimmt haben, wonach die G7-Staaten gegen Protektionismus kämpfen wollen. Zuvor hatte der Präsident noch wiederholt angekündigt, die US-Wirtschaft mit protektionistischen Handelsmaßnahmen schützen zu wollen.

Der G7-Gipfel soll am frühen Nachmittag mit der Veröffentlichung einer gemeinsamen Erklärung der Teilnehmerstaaten enden.

cte/dpa/Reuters



insgesamt 170 Beiträge
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bigroyaleddi 27.05.2017
1. Soso, er verweigert sich
Freut mich sehr. Aber nicht aus den Gründen, welcher mancheiner hier wohl meinen mag. Er zeigt einfach wieder mal, was für ein furchtbarer und ignoranter Kapitalistenvertreter er ist. Kein Respekt (den er doch sonst immer so sehr gerne für sich natürlich einfordert) für die Umwelt, null Ahnung von Konsens - nur Provokation und "Greatestgelaber" Jede andere Meldung hätte mich sehr überascht.
dirtygary 27.05.2017
2. Trumps Nachfolger
wird in 4 Jahren 20 Jahre Scherbenhaufen wegräumen müssen!
Bürger Icks 27.05.2017
3. Trump verweigert sich Klimaschutz-Erklärung
Kein Wunder, verweigert er sich doch jeder Logik und jeglichem Anstand!
pratter 27.05.2017
4. Ich empfinde es als wohltuend und produktiv,
dass diese verlogenen Konsens-Sch..e, die seit Jahren alles lähmt, offensichtlich ein Ende hat.
utib 27.05.2017
5. Herr, bitte schmeiß Hirn vom Himmel!
Was soll man anderes sagen über einen 70jährigen Opa, der den Klimawandel für eine von den Chinesen angezettelte Verschwörung zum Schaden der US-Industrie hält? Lasst die nächsten 4 Jahre bitte ohne Krieg vorüberziehen.
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