Attentat in Dallas JFK-Akten stehen vor Veröffentlichung

Für rund 3000 Regierungsdokumente zum Tod des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy läuft kommende Woche die Geheimhaltungsfrist aus.

John F. Kennedy
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Zehntausende Dokumente zum Attentat auf den damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy durften bisher nur geschwärzt veröffentlicht werden. Nun werden sie voraussichtlich am Donnerstag herausgegeben, wenn eine gesetzliche Geheimhaltungsfrist ausläuft.

US-Präsident Donald Trump kündigte auf Twitter an, die Frist für rund 3000 Dokumente nicht verlängern zu wollen. "Vorbehaltlich des Erhalts weiterer Informationen werde ich als Präsident erlauben, die lange Zeit verschlossenen und als geheim eingestuften JFK-Akten freizugeben", hieß es in der Nachricht.

Dem Online-Magazin "Politico" zufolge stehe Trump jedoch unter Druck vor allem vonseiten des Geheimdiensts CIA, einige Dokumente weiter unter Verschluss zu halten, um noch lebende Mitarbeiter oder Informanten von CIA und der Bundespolizei FBI nicht zu gefährden.

Eine offizielle Untersuchung war nach Kennedys Tod zu dem Ergebnis gekommen, dass er von dem Einzeltäter Lee Harvey Oswald in Dallas erschossen worden war, der wiederum zwei Tage später von dem Nachtklub-Besitzer Jack Ruby getötet wurde. Die Version wurde vor allem von Verschwörungstheoretikern immer wieder angezweifelt.

Durch den aufsehenerregenden Film "JFK" des US-Regisseurs Oliver Stone war die Diskussion über die Hintergründe des Attentats 1991 wieder aufgeflammt. Ein Gesetz verfügte daraufhin ein Jahr später die Veröffentlichung von nahezu allen der rund fünf Millionen Dokumente zu Kennedys Tod. Nur ein Bruchteil fiel unter eine 25-jährige Geheimhaltungsfrist - diese läuft nun am 26. Oktober aus.

Trump selbst hatte während des Wahlkampfs im vergangenen Jahr den Vater seines republikanischen Rivalen Ted Cruz mit Kennedys Ermordung in Verbindung gebracht. Während eines Telefoninterviews mit dem Sender Fox News behauptete er im Mai 2016, der Vater sei mit dem mutmaßlichen Attentäter kurz vor dessen Ermordung beisammen gewesen. Er fügte hinzu: "Was tat er mit Oswald kurz vor dessen Tod? Vor den Schüssen. Das ist schrecklich." Ted Cruz hatte die Vorwürfe als "Quatsch" bezeichnet.

kry/AFP/dpa

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