Attentat vor 54 Jahren Trump will fast alle Kennedy-Akten freigeben

In den bisher veröffentlichten Dokumenten fand sich kaum Überraschendes zum Attentat auf John F. Kennedy. Nun verkündet US-Präsident Trump per Twitter: "Ich werde ALLE Akten freigeben" - mit zwei Ausnahmen.

REUTERS

Um den Mord an John F. Kennedy von 1963 ranken sich Dutzende Mythen und Verschwörungstheorien. Gab es Mitwisser? Waren womöglich gar FBI und CIA in das Attentat verstrickt?

Die berühmten JFK-Akten sollten Aufschluss geben: Mit großem Brimborium hat die Regierung Donald Trumps einen großen Teil der Dokumente in dieser Woche veröffentlicht. Allein: Viel Neues stand nicht in den Akten, entscheidende Fragen blieben ungeklärt - denn wesentliche Angaben hält die US-Regierung nach wie vor unter Verschluss.

Damit soll allerdings Schluss sein, wenn man einem aktuellen Trump-Tweet vom Samstagabend glauben darf. Darin verkündet der US-Präsident:

"Nach ernsthafter Beratung mit General Kelly, der CIA und anderen Behörden werde ich ALLE Akten zu JFK freigeben, mit Ausnahme der Namen und Adressen von erwähnten Personen, die noch leben."

Um wie viele Dokumente es sich dabei noch handelt, blieb zunächst unklar. Auch lässt sich derzeit nicht absehen, ob die Akten ohne die Namen der beteiligten Personen wertvolle Informationen enthalten - oder nicht.

Offen ist auch eine andere Frage: Wann will die Trump-Regierung die Dokumente veröffentlichen? Dazu äußerte sich der US-Präsident am Samstagabend nicht.

wal



insgesamt 96 Beiträge
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Atheist_Crusader 29.10.2017
1.
"Die berühmten JFK-Akten sollten Aufschluss geben: Mit großem Brimborium hat die Regierung Donald Trumps einen großen Teil der Dokumente in dieser Woche veröffentlicht." Das ist nicht wirklich ein Verdienst der Trump-Regierung. Das wurde schon vor langer Zeit beschlossen, es fällt nur zufällig in seine Amtszeit. Wenn er die Freigabe von weiteren Daten anordnet die nicht darunter fallen, dann könnte er sich das tatsächlich anrechnen. Aber das sollte er besser nicht als Anlass nehmen sich als Verfechter der Transparenz hinzustellen. Seine Steuererklärung haben wir immer noch nicht gesehen und auch sonst hält seine Regierung mit Informationen hinterm Berg die von seinen Vorgängern selbstverständlich geteilt wurden. So ist zum Beispiel das Gästebuch des Weißen Hauses nicht mehr öffentlich einsehbar. Die Kennedy-Akten "freigeben" aber verschweigen wollen wo das eigene Geld liegt oder welcher Lobbyist wann zu Besuch war - das ist jetzt nicht gerade das was man Transparenz nennt.
frechsprech 29.10.2017
2. ...fand sich kaum Überraschendes
Seh ich nicht so! Die "Cambridge News" erhielt 25 min vor dem Attentat einen anonymen Anruf, "Amerika steht vor großen Neuigkeiten", und ein Mitarbeiter möge die US Botschaft in London informieren. Wer soll den das gewesen sein? Ein von Oswald Eingeweihter? Der Portier vom Bücherlagerhaus, der Oswald mit dem Kaliber die Treppe hat hochlaufen sehen? Der Mord war ein Staatsstreich!
Tubus 29.10.2017
3. Amerikas "deep state"
Vermutlich werden auch die geheim gehaltenen Akten keine Aufklärung bringen, allenfalls zeigt sich die Durchdringung der amerikanischen Gesellschaft durch die Geheimdienste. Wäre es anders, wären Hinweise längst durchgedrungen. Kennedy hatte enge Verbindungen zur Mafia. Die Mafia hinter dem Attentat zu vermuten heißt aber die Mafia zu überschätzen. Nicht, dass die Mafia nicht zu Morden im Stande wäre. Was die Mafia nicht vermag, ist die völlige Verwischung der Spuren. Das schaffen nur Geheimdienste. Das macht vor allem den Direktor des FBI Hoover zum Hauptverdächtigen, der um Kennedys Verstrickungen wusste und den Kennedy los werden wollte. Vielleicht ein Täter mit ehrenwerten Motiven, die er mit ins Grab genommen hat.
hmmmm4711 29.10.2017
4. Verschwörungstheorien?
Wenn man sich anschaut welche Flugbahn die Kugel hatte, rein raus, rein raus aus dem Körper, aus verschiedenen Winkeln, ja dann hängt man wohl mit drinne im Verschwörungstheoriensumpf!
karit 29.10.2017
5. Fast wie bei den Stasiunterlagen ...
... egal was die Leute verbrochen hatten, geschützt wurden sie dann trotzdem irgendwie. Ich gebe auf Trumps Klo-Twitter eh nicht viel!
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