Migration aus Mittelamerika Trump will "Zeltstädte" für Asylsuchende bauen

Tausende Zentralamerikaner sind auf dem Weg Richtung USA. Donald Trump schickt Soldaten an die Grenze - und kündigt nun eine weitere Maßnahme an.

REUTERS

Donald Trump hat den Bau von "Zeltstädten" für aus Mittelamerika kommende Migranten angekündigt. "Wenn sie Asyl beantragen, werden wir sie so lange festhalten, bis ihr Verfahren stattfindet", sagte der US-Präsident dem Sender Fox News. "Wir werden Zeltstädte bauen, wir werden überall Zelte bauen."

Die USA würden nicht für "Hunderte Millionen Dollar" richtige Gebäude errichten, sondern "sehr schöne" Zelte aufstellen. Ein solches Vorgehen würde dazu führen, glaubt Trump, dass viel weniger Menschen aus Mittelamerika kämen.

Die US-Armee hat angekündigt, im Laufe der Woche mehr als 5200 Soldaten an die Grenze zu Mexiko zu entsenden. Dort sind bereits rund 2100 Angehörige der Nationalgarde im Einsatz. Tausende Flüchtlinge aus Mittelamerika sind derzeit zu Fuß auf dem Weg Richtung USA.

Migranten aus Honduras in der mexikanischen Stadt Ixtepec
Getty Images

Migranten aus Honduras in der mexikanischen Stadt Ixtepec

Zwischen 3500 und 7000 Menschen vor allem aus Honduras und Guatemala sind seit Mitte Oktober auf dem Weg Richtung USA. Die Menschen fliehen vor Armut und Gewalt in ihrer Heimat.

Vor den US-Kongresswahlen kommende Woche hat Trump seine Antimigrationsrhetorik noch einmal verschärft. "Viele Banden-Mitglieder und einige sehr böse Menschen haben sich unter die Karawane gemischt, die auf unsere Südgrenze vorrückt", schrieb Trump auf Twitter:

"Bitte geht zurück, ihr werdet keinen Zutritt zu den Vereinigten Staaten erhalten, wenn ihr nicht den Rechtsweg beschreitet." Dies sei eine "Invasion" der USA.

asa/AFP

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