Russland-Ermittlungen Trump wirft Mueller Interessenkonflikte vor

Donald Trump startet einen neuen Angriff auf Robert Mueller und stellt die Glaubwürdigkeit des Sonderermittlers infrage. Mueller sei in mehrfacher Hinsicht in einem Interessenkonflikt.

US-Präsident Donald Trump
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US-Präsident Donald Trump


Er habe eine "sehr üble und umstrittene Geschäftsbeziehung" mit dem FBI-Sonderermittler Robert Mueller gehabt, ließ US-Präsident Donald Trump über Twitter mitteilen. In mehreren Tweets stellte Trump die Glaubwürdigkeit Muellers infrage.

Die "New York Times" hatte im Januar berichtet, dass Trump im Juni 2017 Mueller entlassen wollte. Demnach konnte sein Rechtsberater Don McGahn ihn nur mit einer Rücktrittsdrohung von dem Schritt abbringen. McGahn hatte Mitarbeitern des Weißen Hauses gesagt, er rechne mit einem katastrophalen Effekt, sollte Trump Mueller wirklich feuern.

Trump schießt im Tweet auch gegen Comey

Mueller untersucht die mutmaßlichen Einmischungen Moskaus in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016und mögliche diesbezügliche Absprachen mit dem Trump-Team. Der US-Präsident prangert die Ermittlungen regelmäßig als "Hexenjagd" an.

Trump hatte in der Vergangenheit bereits angedeutet, dass er glaube, Mueller stecke in einem Interessenskonflikt. In seinen Tweets vom Sonntag ging er darauf jedoch erstmals öffentlich im Detail ein.

"Wird Robert Mueller jemals seine Interessenkonflikte mit Präsident Trump offenlegen, darunter die Tatsache, dass wir eine sehr üble und umstrittene Geschäftsbeziehung hatten und ich ihn als FBI-Chef abgelehnt habe (einen Tag vor seiner Nominierung als Sonderermittler) und Comey ist sein enger Freund", twitterte er.

James Comey war von Trump im Mai 2017 als FBI-Chef gefeuert worden und äußert sich seither sehr kritisch über Trump.

(Mehr zur Aktion "Deutschland spricht" finden Sie hier .)

Trump sieht drei Interessenkonflikte

Dem Bericht zufolge wollte Trump die Entlassung Muellers mit drei angeblichen Interessenkonflikten begründen:

  • Mueller habe wegen eines Streits über Gebühren seine Mitgliedschaft in Trumps Golfclub beendet;
  • er habe in einer Anwaltskanzlei gearbeitet, die Trumps Schwiegersohn Jared Kushner vertreten hatte;
  • und er sei vor seiner Ernennung zum Sonderermittler für eine mögliche erneute Leitung des FBI befragt worden.

höh/AFP



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