Russland und die USA Putin könnte Trump erst in einigen Monaten treffen

Donald Trump hat bessere Beziehungen zu Russland angekündigt. Doch zu einem Treffen des neuen US-Präsidenten mit Wladimir Putin wird es wohl so bald nicht kommen, sagte dessen Sprecher. Und warnte vor zu viel Überschwang.

Wladimir Putin in Moskau
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Wladimir Putin in Moskau


Der russische Präsident Wladimir Putin ist offenbar grundsätzlich bereit, seinen neuen Kollegen in den USA, Donald Trump, zu treffen. Die Vorbereitungen würden aber einige Zeit dauern, sagte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow dem britischen Sender BBC. "Das wird nicht in den kommenden Wochen sein. Lassen Sie uns das Beste hoffen - dass das Treffen in den kommenden Monaten passieren wird."

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Heft 3/2017
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Die amerikanisch-russischen Beziehungen sind so schlecht wie seit dem Ende des Kalten Kriegs nicht mehr. Gründe sind unter anderem die Kriege in Syrien und der Ukraine, wo beide unterschiedliche Konfliktparteien unterstützen. Nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim hatten die USA Sanktionen verhängt.

Trump hat sich allerdings mehrfach offen für eine Wiederannäherung gezeigt. In einem Zeitungsinterview hatte der Republikaner gesagt, er wolle Putins Regierung einen Deal vorschlagen, in dem das Ende von Sanktionen als Gegenleistung für ein Abkommen zur nuklearen Abrüstung angeboten werde.

Russland geht jedoch nicht davon aus, dass sich die bilateralen Beziehungen unter Trump nun schlagartig verbessern werden. "Es wäre ein großer Fehler, sich irgendwelchen Illusionen hinzugeben", sagte Peskow dem TV-Sender Rossija 1 nach Angaben der Agentur Interfax. Putin plane zwar, in den kommenden Tagen mit Trump zu telefonieren. Die Beziehung zu Washington werde aber auch in Zukunft nicht frei sein von Widersprüchen und Meinungsverschiedenheiten.

Nach Einschätzung der US-Geheimdienste hatte Putin Hackangriffe auf Demokraten während des US-Präsidentschaftswahlkampfes angeordnet. Ziel soll gewesen sein, Trumps Siegchancen zu erhöhen. Peskow dementierte, dass Trump von Moskau in irgendeiner Art unterstützt werde. "Er ist nicht unser Mann, er ist Amerikaner", sagte der Kreml-Sprecher.

lov/dpa/Reuters



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