Interna aus dem Weißen Haus Trump wütet gegen "Verräter" und "Feiglinge"

Mehrfach drangen vertrauliche Gesprächsinhalte aus dem Weißen Haus an die Öffentlichkeit - zuletzt eine zynische Aussage über den krebskranken John McCain. Nun droht Donald Trump den Informanten.

Donald Trump
AP

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Nach dem neuerlichen Bekanntwerden interner Gespräche im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump denjenigen, die Interna nach außen geben, den Kampf angesagt.

Die "sogenannten Enthüllungen", die aus dem Weißen Haus kämen, seien eine "massive Übertreibung", um ihn und seine Regierung möglichst "schlecht aussehen zu lassen", schrieb Trump via Twitter. Die "Leaker" seien "Verräter und Feiglinge, und wir werden herausfinden, wer sie sind".

Zuletzt war die abfällige Bemerkung einer Mitarbeiterin des Weißen Hauses über den krebskranken Senator John McCain nach außen gedrungen. Laut US-Medienberichten hatte die zum Kommunikationsstab gehörende Mitarbeiterin Kelly Sadler in einer internen Sitzung zum Widerstand des Senators gegen die designierte CIA-Chefin Gina Haspel gesagt: "Es macht nichts, er stirbt sowieso."

Bereits früher hatte das Weiße Haus mit nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Aussagen größeren Ärger. Darunter fiel auch die kolportierte Aussage Donald Trumps, in Afrika gebe es zahlreiche "Drecksloch-Länder". Auch wenn Trump die von mehreren Anwesenden erinnerte Aussage bestritt, löste sie viel Kritik, Spott und eine kleine diplomatische Krise aus.

cht/AFP



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