Grenze zu Mexiko Trump-Regierung legt Vorschlag für Mauerausbau vor

Es war eines von Donald Trumps zentralen Wahlversprechen: eine Mauer an der Grenze zu Mexiko. Nun präsentiert seine Regierung einen Plan - dennoch bleibt vieles unklar.

Bau von Prototypen für eine Mauer
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Bau von Prototypen für eine Mauer


Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat einen Vorschlag zum Ausbau der Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko gemacht. Demnach sollen die USA über die kommenden zehn Jahre 18 Milliarden Dollar für das Vorhaben ausgeben. Das geht aus einem Dokument der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde hervor.

Es handelt sich dabei um den bisher vielleicht konkretesten Plan zur Umsetzung eines der umstrittensten Wahlversprechen Donald Trumps. Gleich zu Beginn seiner Präsidentschaftskandidatur hatte er den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko für den Fall angekündigt, dass er die Wahl gewinnen sollte. Prototypen für eine mögliche Mauer gibt es bereits. Allerdings präsentierte die Trump-Regierung bis dato kaum Details. Es bleibt weiter unklar, wann die Mauer gebaut werden soll und wie hoch die Kosten sein werden.

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Grenzsperre zu Mexiko: So soll die Trump-Mauer aussehen

Der jüngste Vorschlag stellt den Ausbau der Mauer um zusätzliche 505 Kilometer bis zum September 2027 in Aussicht. Die Gesamtlänge der Mauer würde sich dann auf 1552 Kilometer belaufen, was in etwa der Hälfte der Grenzlänge entspricht. Vorgesehen sei ferner der Ersatz von Grenzzaun beziehungsweise die Verstärkung durch Sekundärzäune auf einer Länge von 651 Kilometern, berichtet die Nachrichtenagentur AP.

Wo genau der Ausbau stattfinden soll, geht aus dem Dokument nicht hervor.

US-Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen sagte der Agentur, dass der Bau einer Grenzmauer wichtigster Eckpunkt einer möglichen Einwanderungsreform sein müsse. Sie bekräftigte damit noch einmal die Linie des Weißen Hauses. Dieses hatte dem US-Kongress im Oktober einen Katalog von Forderungen zur Einwanderungspolitik vorgelegt.

Von der Erfüllung macht Präsident Donald Trump es abhängig, ob es zu einer Vereinbarung mit den Demokraten über eine Regelung kommt, die Hunderttausenden jüngeren illegalen Immigranten erlauben würde, in den USA zu bleiben. Oberster Punkt im Katalog: die Finanzierung einer Grenzmauer zu Mexiko.

asa/AP



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