Ostukraine Viele Zivilisten sterben bei Gefechten in Donezk

Bei neuen Gefechten in Donezk in der Ostukraine sind offenbar zahlreiche Zivilisten gestorben. Ein Kleinbus und eine Schule sollen unter Beschuss geraten sein.


Berlin/Donezk - Die Lage in der Ostukraine ist schwer durchschaubar - nur eines ist klar: Trotz der seit 5. September geltenden Waffenruhe beschießen sich prorussische Separatisten und ukrainische Regierungstruppen vereinzelt weiterhin. Am Mittwoch kamen dabei in Donezk offenbar erneut zahlreiche Zivilisten ums Leben.

So berichtet die prorussische Seite vom Beschuss eines Kleinbusses, wobei mindestens acht Menschen getötet worden sein sollen. Die Aufständischen in der selbst ernannten "Volksrepublik" Donezk machten das ukrainische Militär verantwortlich, wie russische Agenturen am Mittwoch meldeten. Der Stadtrat der Separatistenhochburg berichtete von sechs Toten bei der Explosion des Busses.

Ein Geschoss traf nach Angaben der Aufständischen zudem eine Schule in Donezk, vier Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein. Unter den Todesopfern seien ein Lehrer und ein Elternteil, sagten die Zeugen am Mittwoch einer Korrespondentin der Nachrichtenagentur Reuters. Der Spielplatz der Schule wies ein Einschlagsloch auf, auf der Straße klaffte ein weiterer Krater. Der Stadtrat von Donezk sprach dagegen lediglich von sechs Verletzten. Eine unabhängige Bestätigung lag zunächst nicht vor.

Schuljahr begann mit einem Monat Verspätung

Wegen der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Separatisten in der Ostukraine begann das Schuljahr im Konfliktgebiet am Mittwoch mit einem Monat Verspätung.

Die Leitung der ukrainischen "Anti-Terror-Operation" berichtete von Mörserangriffen auf ihre Truppen an mehreren Orten im Konfliktgebiet. Dabei sei mindestens ein Zivilist getötet worden, drei Menschen seien verletzt worden, hieß es von Kiewer Seite.

Nach der Vereinbarung einer Feuerpause am 5. September hatte sich Kiew am 20. September bei Verhandlungen in Minsk mit den prorussischen Milizen auf einen Neun-Punkte-Plan geeinigt. Er sieht eine dauerhafte Waffenruhe und die Einrichtung einer Pufferzone entlang der Frontlinie vor. Zwar gab es Fortschritte beim Rückzug der Truppen beider Seiten aus der geplanten entmilitarisierten Zone, doch gibt es immer wieder Gefechte rund um Donezk.

Erst am Montag hatten Militär und Stadtverwaltung den Tod von neun Soldaten und vier Zivilisten seit Sonntag bekanntgegeben.

flo/dpa/Reuters/AFP



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darthmax 01.10.2014
1. schrecklich
die Terroristen beschiessen sich jetzt schon selbst. Wieso gibt es eigentlich keine Berichterstattung der neutralen Beobachter ? Oder sollte sich die ukrainische Armee nicht wie vereinbart zurückgezogen haben ? Wie erwarten eigentlich als Leser eine Berichterstattung die nocht tendenziell gefärbt ist.
Ernst August 01.10.2014
2.
Auf dem Flughafen in Donezk (ein total unterkellertes Gelände mit vielen unterirdischen Gängen und Räumen die Atombombensichersind - dort befinden sich ca. 2000 Soldaten die genug Munition und Verpflegung in der Festung vorfinden) befinden sich wider die Vereinbarungen schwere Waffen mit denen Donezk beschossen wird. Im Laufe der Waffenruhe wurden so bereits Dutzende Zivilisten getötet. Das geschieht bewusst um Angst und Schrecken zu verbreiten. Kiew bricht, wie von Beginn an zu vermuten war, die Waffenruhe absichtlich und sammelt neue Truppen für einen neuen Angriff.
sonnenzwirbel 01.10.2014
3. Friendly fire?
Es kommt mir komisch vor, dass in Donezk angeblich Busse oder Schulen beschossen worden sein sollen. Warum sollten die Ukrainer dies tun? Es ist gegen ihre Interessen. Nützen tut dies nur den Russen, respektive Putin, der ein Interesse am Weiterbestand eines äussern Feind hat. Daraus folgt, dass sie Meldungen entweder erfunden oder aufgebauscht sind und/oder der Beschuss von seiten der Russen selbst oder ihrer separatistischen Hilfstruppe stammt.
tsaag 01.10.2014
4. Putin braucht eine Destabilisierung um einmarschieren zu können
Putin hat Russland wärend seiner Amtszeit wirtschaftlich gegen die Wand gefahren. Er hat lediglich das Stopfen der Taschen von Oligarchen geordnet. Ihm nicht genehme Oligarchen wurden ihrer Einnahmequellen beraubt, ihm genehme Oligarchen und Beamte etc. stopfen sich nun das Geld in die eigene Tasche. Wer des Russischen mächtig ist, kann im Internet viele Berichte über den schnellen Reichtum der Putin Clique und auch von Herrn Putin selbst finden. Ist man selbst in Russland unterwegs, so wundert man sich nur über die Offenheit, mit der über den Reichtum Putins gesprochen wird. Fragt man nach warum das so ist, dann bekommt man oft die Antwort, schon zu Zarenzeit hat die Bevölkerung für die da oben gearbeitet, heute ist eben Putin der Zar. Ganz abwegig ist diese Erklärung leider nicht ...
TiloS 01.10.2014
5. Wers glaubt wird selig.
Die Pro-Russen um Donezk haben ganz klar die Waffenruhe gebrochen, weil sie den Flughafen erobern wollen. Und jetzt wieder für Ihren Mist andere verantwortlich machen wollen.
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