Drei Israelis erstochen Lebenslange Haft für palästinensischen Attentäter

Er erstach drei Mitglieder einer Familie in einer israelischen Siedlung im Westjordanland. Jetzt hat ein Militärgericht den palästinensischen Attentäter zu lebenslanger Haft verurteilt.

Blumen an der Grabstätte der Opfer
HOLLANDER/ EPA-EFE/ REX/ SHUTTERSTOCK

Blumen an der Grabstätte der Opfer


Ein Richter hatte die Todesstrafe gefordert, ein Militärgericht in Israel verurteilte den Täter am Donnerstag jedoch zu viermal lebenslanger Haft. Der Palästinenser hatte im Juli 2017 drei Mitglieder einer Familie in einer israelischen Siedlung im Westjordanland erstochen.

Der junge Mann muss nach Angaben der israelischen Armee außerdem umgerechnet rund 410.000 Euro Entschädigung an die Familie zahlen. Er wurde auch wegen zweifachen versuchten Mordes verurteilt sowie Hetze.

Der Palästinenser aus einem Dorf nördlich von Ramallah hatte in der nahe gelegenen Siedlung Neve Zuf einen Großvater und dessen erwachsene Kinder erstochen, während die Familie gerade die Geburt eines Enkelkindes feierte. Die Tat geschah während der Tempelberg-Krise, bei der es zu tagelangen Unruhen in Jerusalem und den Palästinensergebieten kam.

Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu hatte nach dem Attentat die Todesstrafe für den Angreifer gefordert. Seine Einstellung als Ministerpräsident sei es, "dass (der Täter) im Fall eines so verabscheuungswürdigen Mordes hingerichtet werden muss - damit er nicht mehr lächelt".

Verteidigungsminister Avigdor Lieberman treibt derzeit ein Gesetz voran, das die Verhängung der Todesstrafe für Terroristen erleichtern würde.

als/dpa



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