Donald Trump dankt Kim Jong Un Von Nordkorea freigelassene US-Bürger sind zurück in der Heimat

Die drei von Nordkorea freigelassenen US-Bürger sind wieder auf heimischem Boden. US-Präsident Donald Trump nahm sie auf einem Militärflughafen in Empfang.

Trump (l.), freigelassene US-Bürger
AP

Trump (l.), freigelassene US-Bürger


Mit einem ausdrücklichen Dank an Kim Jong Un hat US-Präsident Donald Trump drei von Nordkoreas Machthaber freigelassene amerikanische Staatsbürger persönlich in Empfang genommen. Sie kamen mit Außenminister Mike Pompeo am frühen Donnerstagmorgen auf dem Luftwaffenstützpunkt Andrews bei Washington, D.C., an. Ihre Freilassung gilt als eines von mehreren Zeichen der Annäherung zwischen Pjöngjang und Washington.

Trump bemüht sich, Nordkorea zur Aufgabe seines Atomwaffenprogramms zu bewegen. Dazu will er bald auch direkt mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un verhandeln. "Ich denke, er [Kim] will wirklich etwas tun", sagte Trump nach Angaben der Nachrichtenagentur AP.

US-Bürger waren zwischen einem und drei Jahren inhaftiert

Am Ankunftsort auf der Luftwaffenbasis war eine riesige amerikanische Flagge zwischen den Leitern von zwei Feuerwehrfahrzeugen aufgespannt. Neben Trump und seiner Frau Melania waren auch Vizepräsident Mike Pence und der nationale Sicherheitsberater John Bolton zu der nächtlichen Stunde am Flughafen, um die drei Männer in Empfang zu nehmen.

Die nach ein bis drei Jahren Haft freigelassenen Kim Dong Chul, Tony Kim und Kim Hak Song waren US-Angaben zufolge bei guter Gesundheit. Nach ihrer Ankunft sollten sie dennoch zunächst für medizinische Untersuchungen zum Militärhospital Walter Reed gebracht werden.

Trump und Kim wollen sich treffen

Pompeo hatte die Männer nach Gesprächen in Nordkorea mit Kim und anderen Regierungsvertretern mitgenommen. Trump hatte die Freilassung daraufhin als Geste des guten Willens vor dem geplanten Gipfeltreffen mit Kim begrüßt. Die beiden wollen Ende Mai oder Anfang Juni zusammenkommen. Trump schrieb am Mittwoch, Ort und Zeit für dieses Treffen stünden nun fest. Details nannte er nicht.

Nordkorea hat in den vergangenen Jahren neben einzelnen US-Bürgern auch immer wieder Südkoreaner und andere Ausländer festgenommen, in der Regel wegen des Vorwurfs "feindseliger Handlungen". Nach Meinung von Beobachtern spielten die betroffenen Amerikaner vor allem als potenzielle Druckmittel in bevorstehenden Verhandlungen eine Rolle.

pbe/AP/Reuters



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