EU-Bericht: Drei von vier illegalen Einwandern drängen über griechische Grenze in die EU

Massive Kritik an den griechischen Behörden: Drei von vier illegalen Einwanderern kommen über die Grenze zur Türkei nach Europa. Das geht aus einem neuen Bericht der EU-Kommission hervor.

Zwar handele es sich bei Schengen um eine der "wertvollsten Errungenschaften der europäischen Integration". Wegen der "schwerwiegenden Mängel" in Griechenland verlangt Brüssel jedoch Nachbesserungen bei der Kontrolle der EU-Außengrenzen zu Land und zu See.

Brüssel - Die griechisch-türkische Grenze ist nach einem neuen Bericht der EU-Kommission "Brennpunkt" bei der illegalen Einwanderung nach Europa. Von Oktober bis Dezember 2011 seien drei von vier Illegalen an dieser östlichen Mittelmeerroute aufgegriffen worden, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Report zum Schengen-Raum ohne Passkontrollen. Insgesamt wurden in diesen drei Monaten fast 30.000 illegale Grenzübertritte zur EU gezählt.

Die EU-Kommission kritisiert in dem Bericht "schwerwiegende Mängel in Griechenland" bei der Sicherung der Grenzen. Als Konsequenz verlangt sie, die Kontrollen der Land- und See-Außengrenzen zu verbesserb und Griechenland zu helfen, die vorhandenen EU-Mittel wirksam einzusetzen. Außerdem sei die Kommission "besorgt über die schwerwiegenden Mängel des griechischen Asylsystems und Verletzungen der grundlegenden Rechte" von Flüchtlingen. "Jeder muss seinen Beitrag zum Schutze Schengens leisten", forderte Innenkommissarin Cecilia Malmström in Brüssel.

Viele EU-Staaten, vor allem Deutschland und Frankreich, sind verärgert, dass Staaten wie Griechenland ihren Aufgaben nicht nachkommen. Flüchtlinge, Arbeitssuchende ohne Visum oder Schlepper könnten deshalb ungehindert nach Deutschland reisen. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte daher vor einigen Wochen gemeinsam mit seinem französischen Amtskollegen vorgeschlagen, dass die nationalen Regierungen in Ausnahmefällen die Grenzkontrollen im Schengen-Raum für bis zu 30 Tage wieder einführen dürfen. Darüber wird in der EU noch gestritten.

als/dpa/dapd

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insgesamt 20 Beiträge
EuroStar2011 16.05.2012
Man koennte bei diesem Problem natuerlich auf das naheliegenste kommen und eine *EU Border Patrol* an der Grenze zwischen Griechenland und Tuerkei einsetzten und damit zwei Probleme auf einmal loesen; 1. wird durch den [...]
Zitat von sysopMassive Kritik an den griechischen Behörden: Drei von vier illegalen Einwanderern kommen über die Grenze zur Türkei nach Europa. Das geht aus einem neuen Bericht der EU-Kommission hervor. Drei von vier illegalen Einwanderern kommen über Griechenland in EU - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,833601,00.html)
Man koennte bei diesem Problem natuerlich auf das naheliegenste kommen und eine *EU Border Patrol* an der Grenze zwischen Griechenland und Tuerkei einsetzten und damit zwei Probleme auf einmal loesen; 1. wird durch den Einsatz einer gemeinsamen (federal) *EU Border Patrol* die Situation an der Grenze verbessert und ist wesentlich billiger als wenn jedes Dorf in Europa eigenmaechtig handelt. 2. die unbegreiflich kranke Idee der Wiedereinfuehrung (wenn auch nur zeitlich begrenzt) der Grenzkontrollen innerhalb der EU ist vom Tisch und die Grundrechte der EU Buerger werden nicht beeintraechtigt.
tobiash 16.05.2012
für GR ist, dass es auch im Bereich des Asylrechts und den Grenzkontrollen völlig versagt! Wen wunderts? Mich schon lange nicht mehr! GR ist ein Sanierungsfall, es knirscht und knarzt an allen Ecken. Egal welche [...]
für GR ist, dass es auch im Bereich des Asylrechts und den Grenzkontrollen völlig versagt! Wen wunderts? Mich schon lange nicht mehr! GR ist ein Sanierungsfall, es knirscht und knarzt an allen Ecken. Egal welche gesamteuropäische Verantwortung auch betrachtet wird, GR arbeitet - wenn überhaupt - ineffektiv, schlampig und moralisch verwerflich! Auch wenn es populistisch klingen mag: GR hat in der EU nichts aber auch rein gar nichts verloren!
Und so verliert man Stück für Stück. Wenn die Griechen Schiffe kaufen, werden sie ja auch kritisiert. Griechenland war immer strategisch bedeutsam, nicht umsonst die Wiege der europ. Hochkultur.
Zitat von tobiashGR hat in der EU nichts aber auch rein gar nichts verloren!
Und so verliert man Stück für Stück. Wenn die Griechen Schiffe kaufen, werden sie ja auch kritisiert. Griechenland war immer strategisch bedeutsam, nicht umsonst die Wiege der europ. Hochkultur.
KrC 16.05.2012
Dann ists ja gut das wir dabei helfen das diese Einwanderer bei den Frontex Einsätzen wenigstens nicht lebend über die Grenze kommen. An der Griechischen Grenze darf der Deutsche Polizist wenigstens ganz gezielt arbeiten und [...]
Dann ists ja gut das wir dabei helfen das diese Einwanderer bei den Frontex Einsätzen wenigstens nicht lebend über die Grenze kommen. An der Griechischen Grenze darf der Deutsche Polizist wenigstens ganz gezielt arbeiten und verteidigt damit wahrscheinlich genauso toll unser Land wie es die Soldaten in Afghanistan machen...
rl1972 16.05.2012
Das Ganze ist doch scheinheilig, auf der einen Seite beschwert sich die Eu Komission das GR seine Grenzen nicht richtig sichert, auf der anderen Seite empört man sich wenn GR einen Grenzschutzzaun baut. Scheinbar will die EU [...]
Zitat von sysopMassive Kritik an den griechischen Behörden: Drei von vier illegalen Einwanderern kommen über die Grenze zur Türkei nach Europa. Das geht aus einem neuen Bericht der EU-Kommission hervor. Drei von vier illegalen Einwanderern kommen über Griechenland in EU - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,833601,00.html)
Das Ganze ist doch scheinheilig, auf der einen Seite beschwert sich die Eu Komission das GR seine Grenzen nicht richtig sichert, auf der anderen Seite empört man sich wenn GR einen Grenzschutzzaun baut. Scheinbar will die EU Komission die Grenze dort nicht wirklich gesichert haben.
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  • Mittwoch, 16.05.2012 – 17:18 Uhr
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Fläche: 131.957 km²

Bevölkerung: 11,305 Mio.

Hauptstadt: Athen

Staatsoberhaupt:
Karolos Papoulias

Regierungschef: Antonis Samaras

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