Drohnenkrieg Journalisten veröffentlichen umstrittenes Obama-Zitat

Die USA und insbesondere Friedensnobelpreisträger Barack Obama sehen sich wegen ihres Drohnenkriegs gegen islamistische Terroristen immer wieder heftiger Kritik ausgesetzt. Die wird nun von zwei US-Journalisten geschürt, die dem US-Präsidenten ein brisantes Zitat zuschreiben.

Obama: Angebliches Drohnen-Zitat kommt zu ungünstigem Zeitpunkt
AFP

Obama: Angebliches Drohnen-Zitat kommt zu ungünstigem Zeitpunkt


Washington - "Double Down" heißt das Buch der beiden Journalisten Mark Halperin und John Heilemann, das am Dienstag veröffentlicht wird. Darin geht es unter anderem um angebliche Intrigen des Teams von US-Präsident Barack Obama während des Wahlkampfes 2012.

Ein Zitat, das Obama von den Autoren zugeschrieben wird, sorgt in amerikanischen Blogs für Diskussionen: "Ich bin wirklich gut im Töten von Leuten", soll Obama im vergangenen Jahr bei einem Gespräch mit seinen Beratern über den Drohnenkrieg gesagt haben.

Ob dieser Satz tatsächlich gefallen ist, dürfte sich nicht so leicht klären lassen. Noch gibt es keine Stellungnahme dazu aus dem Weißen Haus. In US-Medien wird jedoch bereits über diese und anderen Passagen aus dem Buch berichtet.

In Afghanistan und Pakistan ist die Empörung über den vergangene Woche durch einen US-Drohnenangriff getöteten Taliban-Anführer Hakimullah Mehsud nach wie vor groß. "Der Drohnenangriff hat zum falschen Zeitpunkt stattgefunden", erklärte Afghanistans Präsident Hamid Karzai am Sonntagabend nach einem Treffen mit einer Kongressdelegation aus den USA in Kabul. Er hoffe, der von Pakistan angestrebte Friedensprozess mit den radikalislamischen Taliban werde durch die Tötung Mehsuds nicht zurückgeworfen, hieß es in seiner Erklärung.

Eine US-Drohne hatte am Freitag mindestens zwei Raketen auf Mehsuds Wagen in der pakistanischen Stammesregion Nord-Waziristan abgefeuert. Mit ihm wurden vier seiner Mitarbeiter getötet. Vor Karzai hatte bereits die pakistanische Regierung gegen den Angriff protestiert. Innenminister Chaudhry Nisar warf Washington vor, die Friedensbemühungen zu "ruinieren".

Nach Angaben aus Islamabad war bis zu dem Angriff geplant, dass am Samstag hohe Geistliche nach Nord-Waziristan aufbrechen, um den pakistanischen Taliban ein formelles Angebot zu Friedensgesprächen zu unterbreiten.

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codaut@gmail.com 04.11.2013
1. Egal, was man in der letzten Zeit über Herrn Obama liest
Es bleibt der Eindruck, dass er eigentlich nicht mehr viel zu sagen, geschweige einen Überblick - nicht mal im Ansatz - hat. Der mächtigste Mann der Welt ist definitiv jemand Anderes!
muhsin 04.11.2013
2.
Ich lese hier schon wieder 'islamistische Tertoristen'. Wer sagt das sie 'Islamisten sind? Und nebenbei: Ich bin gegen den Drohnenkrieg. In einer 'Demokrarie' hat jeder das Recht erst in Gericht zu kommen. Da gibt es keine Außnahmen. Und da die USA eine 'Demokratie' ist darf sie das nicht und deswegen bin ich der Meinung, dass USA für die ganzen getöteten Menschen bestraft wird.
prjctdth 04.11.2013
3. Nicht das erste Mal
dass die USA bewusst das Völkerrecht brechen. Menschenrechte gelten nach amerikanischer Meinung für Amerikaner, PUNKT. Warum? Weil sie's können! Wer sollte sie aufhalten? Fähnleinimwind Merkel?
ratschbumm 04.11.2013
4. Das ist falsch:
Zitat von muhsinIch lese hier schon wieder 'islamistische Tertoristen'. Wer sagt das sie 'Islamisten sind? Und nebenbei: Ich bin gegen den Drohnenkrieg. In einer 'Demokrarie' hat jeder das Recht erst in Gericht zu kommen. Da gibt es keine Außnahmen. Und da die USA eine 'Demokratie' ist darf sie das nicht und deswegen bin ich der Meinung, dass USA für die ganzen getöteten Menschen bestraft wird.
Die USA haben den Artikel ihrer Verfassung, den man den "habeas corpus act" nennt, suspendiert. Nach diesem Rechtsgrundsatz, hatte jeder, der in den USA festgenommen wird ein verbrieftes Recht auf: 1. Bekanntgabe des Haftgrundes oder der Beschuldigung. 2. Das Recht einen Rechtsbeistand seiner Wahl zu benennen. 3. Das Recht auf einen fairen öffentlichen Prozess mit einem Urteil. Das alles macht seit Inkrafttreten des Patriot Act das Militär. Die betreiben auch Guantanamo, was Obama eigentlich längst hätte schließen wollen.
belohorizonte 04.11.2013
5.
President Obama reisst das ur-demokratische US Ruder halt auch nicht rum. Im Fall weiterer, absehbarer Währungs-/Börsenverwerfungen ziehen sie wohl alle Register, so wie derene Vorgänger um Mr. Bush Jr. beim Kampf um Rohstoffquellen im Irak einschliesslich dem seinerzeit gehegten Wunsch nach Weltherrschaft. Da erscheint mir manchmal Mr.Putin recht brav durchschaubar. Reichen wir unseren grossen Freunden weiterhin den ihnen zukommenden Gehorsam mit fälligem Zehnt.
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