Trockenheit in Afrika Millionen Menschen in Malawi vom Hunger bedroht

Ausnahmezustand wegen der Hungerkrise: Im südafrikanischen Malawi braucht mehr als jeder zweite Einwohner Hilfe. Es fehlen über eine Million Tonnen Grundnahrungsmittel.

Frau mit Getreidesack (Archivbild)
REUTERS

Frau mit Getreidesack (Archivbild)


Mehr als die Hälfte der Bevölkerung im südafrikanischen Malawi ist wegen der anhaltenden Dürre voraussichtlich auf Lebensmittelhilfe angewiesen.

Rund 8,5 Millionen Menschen sind von Hunger bedroht, erklärte Malawis Landwirtschaftsminister George Chaponda. Nach neuen statistischen Erhebungen brauche die Bevölkerung rund 1,3 Millionen Tonnen Mais, um den drohenden Hunger abzuwenden. Insgesamt leben in dem Land entlang des Malawi-Sees 17,2 Millionen Menschen, schätzt die Uno.

Lange Trockenperioden und wenig Regen beeinträchtigen die Ernten erheblich. Erst im April hatte Malawis Präsident Peter Mutharika aufgrund einer Hungerkrise einen Notstand ausgerufen und die internationale Gemeinschaft um Unterstützung gebeten.

Wegen der vom globalen Klimaphänomen El Niño mitausgelösten Dürre, Rekordtemperaturen und ausbleibender Regenfälle sind in den Ländern im Süden und Osten Afrikas nach Uno-Angaben mindestens 50 Millionen Menschen von Hunger bedroht. Schwer betroffen sind neben Malawi unter anderem Äthiopien, Südsudan, der Sudan und Simbabwe.

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Äthiopien: Wirtschaftswunderland in der Dürrekrise
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epigone 25.05.2016
1. Hat das was mit dem Bevölkerungswachstum zu tun?
Wer die Antwort will, lese die aktuelle Prognose der UN zur Bevölkerungsentwicklung in Afrika: Bis 2050 wenigstens 6 Mrd., bis 2100 linear gerechnet (unrealistische) 16 Mrd. Derzeit bekommt jede Frau in Afrika knapp 5 Kinder (lebend geboren, das 5. Lebensjahr überlebend), in manchen Ländern fast 9. Ergebnis: Bevölkerungen haben sich z.T in den letzten 30 Jahren verfünffacht. Ohne eine nachdrückliche Verbesserung der Geburtenkontrolle (= Bildung, Arbeit, Rechte und Freiheit für Frauen!!!) wird Afrika zum Horrorkontinent des nächsten Jahrhunderts, da wird auch keine Hungerhilfe mehr reichen.
sebastian.teichert 25.05.2016
2. Fürchterlich
Sowas ist schlimm! Aber erstens sind die Katholiken schuld daran, weil sie den Menschen eingetrichtert haben, Verhütungsmittel kämen vom Teufel und zweitens sollte sich selbst da die industrielle Revolution in Europa rumgesprochen haben, die besagt das mehr Nahrung mehr Menschen hervorbringt und nicht mehr Menschen mehr Nahrung! Man kann sich immer noch schwer über die Natur hinwegsetzen. Sie blöd das zu sein scheint.
Atheist_Crusader 25.05.2016
3.
Zitat von epigoneWer die Antwort will, lese die aktuelle Prognose der UN zur Bevölkerungsentwicklung in Afrika: Bis 2050 wenigstens 6 Mrd., bis 2100 linear gerechnet (unrealistische) 16 Mrd. Derzeit bekommt jede Frau in Afrika knapp 5 Kinder (lebend geboren, das 5. Lebensjahr überlebend), in manchen Ländern fast 9. Ergebnis: Bevölkerungen haben sich z.T in den letzten 30 Jahren verfünffacht. Ohne eine nachdrückliche Verbesserung der Geburtenkontrolle (= Bildung, Arbeit, Rechte und Freiheit für Frauen!!!) wird Afrika zum Horrorkontinent des nächsten Jahrhunderts, da wird auch keine Hungerhilfe mehr reichen.
Da braucht's noch nichtmal eine Prognose. Malawi ist weltweit Zweiter in puncto Bevölkerungswachstum (mit 3,31 %), direkt nach dem Südsudan. Und keine Sorge, der Horror wird schon nicht in Afrika bleiben. Der kommt schpon nach Norden geschwappt. Schließlich ist ja ultimativ sowieso alles die Schuld der Europäer. Mit ein bisschen Glück geht auch etwas in die wohlhabenderen afrikanischen und nahöstlichen Länder, aber verlassen würde ich mich nicht darauf.
Freifrau von Hase 25.05.2016
4.
Gebe Atheist völlig Recht. Natürlich werden die Menschen nicht unter diesen elendingen Bedingungen in diesen Ländern bleiben. Die werden auswandern, dahin, wo das Leben besser ist. Es wird ja auch eher schlimmer, der Klimawandel hat gerade erst begonnen und wird noch viel mehr Armut auslösen.
raro 25.05.2016
5. natürlich
haben in einer globalisierten Welt, die Vermögenden die Hauptverantwortung. Mit einem 35.000 Milliarden-Dollar Fonds, das halbe Weltvermögen, könnte mensch schon einiges Verbessern, s.China. Aber...................
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