Dürre in Ostafrika Wie es zur Jahrhundertkatastrophe kam

Tausende Menschen drohen zu verhungern, Millionen Männer, Frauen und Kinder sind bedroht und auf Hilfe angewiesen: Die Uno warnt vor einer Jahrhundertdürre in Ostafrika. Wie konnte es zu der Krise kommen?

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AP

Berlin - Mütter verlieren ihre Kinder auf der Flucht, sie sterben in ihren Armen. Die, die es schaffen, sich Dutzende Kilometer durch die staubige Landschaft zu schleppen, bis zu einem Flüchtlingslager, liegen dort entkräftet auf dem Boden. Die Mitarbeiter der internationalen Hilfsorganisationen, die Medikamente und Wasser, etwas zu essen verteilen, sind vollkommen überfordert. Sie haben keine Zeit und auch nicht genug Personal, um sich um die Menschen zu kümmern.

In Ostafrika droht die schlimmste humanitäre Katastrophe seit Jahrzehnten. "Wir können es uns nicht erlauben, zu warten", warnt Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon. Aber wie konnte es zur der Jahrhundertnot in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti kommen?



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heinrichp 13.07.2011
1. Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung
Brauchen Sie auch nicht, keiner will ihnen was wegnehmen. Selbst wenn ich hungern würde, von ihnen würde ich nichts annehmen, lieber würde ich sterben. Die Beseitigung von Hunger und Elend als moralischer Imperativ unserer Zeit. Das aufrüttelnde Plädoyer des engagierten Globalisierungskritikers. „Jean Zieglers neues Buch ist ein ungemütliches Buch. Es berichtet über Dinge, die wir als wohlhabende NordländerInnen lieber nicht wissen möchten.“ JEAN ZIEGLER Das Imperium der Schande Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung "Mit Politik und Diplomatie rechnet Jean Ziegler inzwischen nicht mehr. Stattdessen setzt er, ganz Sozialromantiker ob des Welthungers, auf das ganz persönliche Gefühl der Scham. Wohl vergeblich. Wir schämen uns über andere Dinge. Zum Beispiel darüber, dass unsere Kinder, trotz teurer Nachhilfestunden, es nicht auf das Gymnasium schafften. Dass wir noch immer ein altes Auto fahren. Oder dass unsere neue Hose schon wieder eine Nummer größer ist, weil auch die zehnte Hungerkur nicht geholfen hat." (Weltwoche )
sappelkopp 13.07.2011
2. Dreister Beitrag....
...den sie da vom Stapel lassen. Er ist exemplarisch für unsere System. Wir leben auf Kosten der Armen der Welt und kriegen den Hals nicht voll. Wenn sie dann Hilfe brauchen, wenden wir uns ab. Insofern sind Sie nur ein Beispiel für unser Land, ein armseliges zwar, aber ein Beispiel.
papayu 13.07.2011
3. Angela(die)nette
hat spon(tan) eine Million Euro gespendet, nein nicht sie, WIR! Da kommt nicht ein cent am Bestimmungsort an. Wie lange haben wir eigentlich schon ein Entwicklungsministerium?? Und wieviele Milliarden sind schon nach Afrika geflossen?? Nasenbohrer, nicht Brunnenbohrer allesamt. Wollten da Weizen anbauen, anstatt Hirse. Aber vielleicht kommt die Spende ja bald wieder zurueck in Form von Kaeufen. So drei Maybachs waeren doch schon drin.
heinrichp 13.07.2011
4. die Probleme nicht an den Wurzeln anpackt.
Zitat von sysopTausende Menschen drohen zu verhungern, Millionen Männer, Frauen und Kinder sind bedroht und auf Hilfe angewiesen: Die Uno warnt vor einer Jahrhundertdürre in Ostafrika. Wie konnte es zu der Krise kommen? http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,774114,00.html
Die Wüstenbildung nimmt rasant weiter zu, die grüne Welle, also die Ausbreitung des Regens vom Äquator, zieht sich seit den sechziger Jahren Jahr für Jahr stärker nach Süden zurück. Zugleich wird in Zentralafrika der Urwald im großen Umfang abgeholzt. Naturschätze und Rohstoffe vieler Länder sind Objekt der Begierde großer Staaten, insbesondere Edelmetalle und mineralische Ressourcen. Afrika ist von einem neuen, von einem ökologischen Kolonialismus bedroht. Natürlich müssen sich auch die Afrikanerinnen und Afrikaner selbst weitaus mehr um den Schutz der Natur, um mehr Gerechtigkeit und um eine selbst tragende wirtschaftliche Entwicklung bemühen. Afrika muss mit Korruption und Unterdrückung aufräumen. Internationale Firmen dürfen sich nicht länger wie Kraken aufführen. Aber dafür brauchen die Menschen dort auch die Freiheit, einen eigenständigen Weg gehen zu können. Tatsache ist, dass die Afrikaner die Hauptbetroffenen des vom Menschen verursachten Klimawandels sind, obwohl sie selbst nur wenig dazu beigetragen haben. Heute ist Afrika der Testfall für globale Verantwortung. Klimaschutz ist kein Selbstzweck. Er ist die Voraussetzung, dass die Menschheit nicht ins Unglück stürzt. Vor allem die Europäerinnen und Europäer werden massiv betroffen sein, wenn es, wie absehbar, zu massiven Flüchtlingsbewegungen kommt. Die Frontex, die europäische Polizei zur Verhinderung einer großen Flüchtlingswelle, kann dagegen nichts ausrichten. Zumal sie die Probleme nicht an den Wurzeln anpackt. http://die-welt-der-reichen.over-blog.de/
Jurx 13.07.2011
5. Mehr Biosprit - mehr Hungertote
Wenn auf der Welt immer mehr Agrarflächen für den Anbau von Arar-Energiepflanzen genutzt werden, zur Beimischung als "Bio-Sprit" (z.B. E10 im Superbenzin), dann fehlen diese Agrarflächen für die Nahrungsmittelproduktion. Knappheit führt zu steigenden Preisen. Wer sich die steigenden Preise nicht leisten kann, der verhungert. Die im Artikel angeprangerte Mißwirtschaft gibt es nicht nur in den katastrophal geführten Ländern am Horn von Afrika, die Mißwirtschaft ist global - und sie wird von den führenden Industrienationen forciert!
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