Seit Jahresbeginn Uno meldet 54 neue Fälle von sexuellem Missbrauch und Ausbeutung

Uno-Generalsekretär Guterres will gegen sexuelle Übergriffe innerhalb der Vereinten Nationen vorgehen. Nun meldet die Organisation: Seit Januar gab es 54 Fälle von Missbrauch und Ausbeutung durch Uno-Mitarbeiter.

Uno-Zentrale in New York
REUTERS

Uno-Zentrale in New York


Den Vereinten Nationen sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres 54 Fälle von sexuellem Missbrauch und Ausbeutung durch Uno-Mitarbeiter gemeldet worden. Unter den 66 mutmaßlichen Opfern seien 13 Mädchen unter 18 Jahren sowie 16 Opfer, deren Alter nicht gemeldet worden sei, sagte ein Uno-Sprecher. Demnach konnten noch nicht alle Meldungen überprüft werden.

Generalsekretär António Guterres hatte zu seinem Amtsantritt Anfang 2017 angekündigt, sexuelle Übergriffe innerhalb der Uno ausmerzen zu wollen. Seit 2014 hat es in der Organisation immer wieder Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs vor allem gegen Blauhelmsoldaten gegeben, etwa in der Zentralafrikanischen Republik.

Die zwischen 1. Januar und 31. März gemeldeten Fälle drehen sich um Uno-Mitarbeiter, die Empfänger von Uno-Hilfen missbraucht oder ausgebeutet haben sollen. 14 der Fälle betreffen Blauhelm-Einsätze, 18 betreffen Behörden oder Büros für Hilfsprogramme der Weltorganisation.

Guterres hatte im August die Australierin Jane Connors als erste Uno-Anwältin für Missbrauchsopfer benannt. Ein neues Kontrollsystem soll zudem helfen, Täter zu identifizieren und deren erneute Anstellung innerhalb der Uno zu verhindern.

aar/dpa



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