Buddhisten gegen Muslime Dutzende Tote bei Ausschreitungen in Burma

Im Westen Burmas ist es erneut zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Buddhisten und Muslimen gekommen. Behördenangaben zufolge kamen dabei mindestens 56 Menschen ums Leben. Die Uno ist wegen der Ausschreitungen sehr besorgt.


Rangun - Buddhisten und Muslime haben sich im Westen Burmas schwere Gefechte geliefert. Bei den Zusammenstößen starben nach Behördenangaben mindestens 56 Menschen. Zudem seien im Küstenstaat Rakhine fast 2000 Häuser niedergebrannt worden.

Der Uno-Koordinator für humanitäre Hilfe in Burma, Ashok Nigam, sagte, die Vereinten Nationen seien wegen der Zusammenstöße zwischen der Volksgruppen der buddhistischen Rakhine und der muslimisch geprägten Rohingya in großer Sorge. Bereits im Juni waren bei derartigen Ausschreitungen 90 Menschen getötet und etwa 3000 Häuser niedergebrannt worden. Zehntausende Menschen leben seither in Flüchtlingslagern.

Nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks kamen in den vergangenen Tagen mehr als tausend Vertriebene in bereits überfüllten Lagern in der Hauptstadt Sittwe an. Hunderte kamen per Boot nach Sittwe.

Die Bevölkerung in Burma ist zu 89 Prozent buddhistisch, es gibt rund vier Prozent Muslime. Die Muslime in Rakhine gehören zur Volksgruppe der Rohingya, die nicht die burmesische Staatsangehörigkeit besitzen und in ihren Rechten erheblich eingeschränkt sind. Die Uno sieht die Rohingya als eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt.

hen/dapd/AFP



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