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Einreiseverbot: Nordkorea macht wegen Ebola die Grenzen dicht

Grenze zu Südkorea: Für ausländische Touristen gilt Einreiseverbot Zur Großansicht
AP/dpa

Grenze zu Südkorea: Für ausländische Touristen gilt Einreiseverbot

Ein Ebola-Ausbruch soll verhindert werden, Nordkorea greift zu drastischen Maßnahmen. Wie Reiseanbieter berichten, will Pjöngjang die Grenzen für Touristen vorerst schließen.

Seoul - Nordkorea ist weitgehend isoliert, ausländische Touristen sind in dem kommunistischen Land selten. Dennoch will Pjöngjang nun die Einreisebestimmungen verschärfen: Zum Schutz gegen Ebola sollen die Grenzen nach Angaben mehrerer Reiseagenturen vorerst geschlossen werden. Die Maßnahme werde ergriffen, um einen Ebola-Ausbruch im Land zu verhindern, hieß es.

Von den Partnern in Nordkorea habe man erfahren, dass von diesem Freitag an vorübergehend keine Touristen mehr einreisen könnten, "egal, wo sie sich zuvor aufhielten", teilte die in China angesiedelte Agentur Young Pioneer Tours auf ihrer Website mit. Die Agentur beschreibt sich als Anbieter billiger Touren nach Nordkorea.

Auch der Anbieter Koryo Tours meldete die Sperre auf Facebook und Twitter: "Wir wurden soeben von unseren Partnern in Nordkorea darüber informiert, dass Nordkorea wegen der Ebola-Gefahr ab morgen keine ausländischen Touristen mehr akzeptieren wird und die Grenzen schließen wird."

Aus Pjöngjang gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Bisher ist nichts von einem eingeschleppte Ebola-Fall in dem Land bekannt geworden. Nordkoreas Staatsfernsehen berichtete laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap, das Land habe die "Quarantänemaßnahmen" an Häfen, Flughäfen und in der Grenzregion verschärft. Nordkoreaner, die etwa aus Westafrika zurückkehrten, müssten sorgfältig untersucht werden, wurde ein Beamter des Gesundheitsministeriums zitiert. Das Gleiche gelte auch für "ausländische Besucher". Nordkorea hatte 2003 aus Furcht vor der Einschleppung des Sars-Virus seine Grenzen dichtgemacht.

vek/dpa

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insgesamt 5 Beiträge
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1. extrem Arm
spiegelprisma 23.10.2014
wenn ein Land so extrem Arm ist wie NORDKOREA, so ist dies eine der möglichen Maßnahmen zum Seuchenschutz. Sollten die Projektionen der CDC (Centers of Desease Control & Preverntion vom 23. Sept.2014) bis Januar stimmen, so gehe ich von ähnlichen Maßnahmen auch in hochentwickelten Industrieländern aus.
2.
humpalumpa 23.10.2014
Kluge Sache, aber bei denen ist die Maßnahme eher unnötig. Da will ja eh Keiner hin.
3.
Onkel Mattel 23.10.2014
Zitat von humpalumpaKluge Sache, aber bei denen ist die Maßnahme eher unnötig. Da will ja eh Keiner hin.
Da will eh keiner hin? Sie vielleicht nicht, andere schon. Ich war z.B. im vergangenen Januar ein paar Tage in der DPRK (Nordkorea) und ich würde gerne wieder hinfahren, allerdings zu einer anderen Jahreszeit. Landschaftlich ist die DPRK teilweise phantastisch.
4.
Christoph Heckel 23.10.2014
Nordkorea ist wirtschaftlich und auch medizintechnisch derzeit als eher schwach einzustufen. Wenn dort Ebola ausbräche, würde das Land sehr wahrscheinlich in große Schwierigkeiten geraten. Ich halte diese Maßnahme daher als nachvollziehbar.
5. so geht es auch
zesteel 27.10.2014
man macht die Grenzen zu. So kommen auch keine unbeliebten Berichte über die Lage in NK an die Öffentlichkeit. Den faulenden Ast isolieren, dann stirbt er ab....gut so. Das Leiden der Normalbürger in dem Land geht weiter. @ und Onkel Mattel kann dann zur Beerdigung einreisen.
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Fotos aus Nordkorea

Fläche: 122.762 km²

Bevölkerung: 25,027 Mio.

Hauptstadt: Pjöngjang

Staatsoberhaupt:
Kim Il Sung (obwohl bereits 1994 verstorben);
Protokollarisches Staatsoberhaupt: Kim Yong Nam;
"Oberster Führer": Kim Jong Un

Regierungschef: Pak Pong Ju

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