NSA-Enthüller Edward Snowden lotet Rückkehr in die USA aus

In den USA droht ihm eine lange Haftstrafe. Dennoch prüft Edward Snowden offenbar die Bedingungen für eine Rückkehr in seine Heimat - das sagte sein deutscher Anwalt Wolfgang Kaleck dem SPIEGEL.

Edward Snowden in Moskau (Archivbild): Rückkehr in seine Heimat?
AFP/ Wikileaks

Edward Snowden in Moskau (Archivbild): Rückkehr in seine Heimat?


Hamburg - Der Whistleblower Edward Snowden erwägt offenbar, unter bestimmten Bedingungen in sein Heimatland USA zurückzukehren. "Es gibt Verhandlungen", sagte Snowdens deutscher Anwalt Wolfgang Kaleck dem SPIEGEL. "Alle, die mit der Sache zu tun haben, sind sich bewusst, dass eine einvernehmliche Lösung mit den US-Behörden das Sinnvollste wäre." Man bemühe sich daher, "zumindest mittelfristig eine Lösung zu finden, die für Edward Snowden erträglich ist".

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Heft 22/2014
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Sein Mandant habe nie egoistisch gehandelt und keinen Schaden angerichtet. "Daher könnte man sich von einer demokratischen US-Regierung erhoffen, dass sie ihm den Weg zurück ebnet", so Kaleck. Er selbst sei an den Verhandlungen allerdings nicht beteiligt.

Auf seine Bitte hin klärt der NSA-Untersuchungsausschuss im Bundestag derzeit mit der Bundesregierung, ob der Whistleblower einreisen und hier aussagen darf. "Solange die Regierung das nicht abgelehnt hat, ist der Weg nach Deutschland offen", sagte Kaleck. "An dieser Stelle könnte sich die engagierte Öffentlichkeit einschalten und sagen: Snowdens Verdienste sind so groß, dass anders mit ihm umgegangen werden muss."

Kaleck nannte es "schockierend", dass Bundesinnenminister Thomas de Maizière seinen Mandanten gegenüber amerikanischen Regierungsvertretern jüngst als Rechtsbrecher bezeichnet habe. "In einer Art Unterwerfungsgeste an die USA zu sagen, wir verstehen schon, dass ihr den als Kriminellen behandelt, und sehen es ähnlich, während gleichzeitig ein Untersuchungsausschuss läuft, der ohne Snowden niemals denkbar gewesen wäre - das halte ich für skandalös."

Snowden hält sich derzeit in Russland auf, er wird von den USA wegen Geheimnisverrat per Haftbefehl gesucht.

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insgesamt 204 Beiträge
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dingodog 25.05.2014
1. Strafvereitelung
Eigentlich müsste gegen Thomas de Maziere wegen Strafvereitelung ermittelt werden. Er hat jedenfalls keine Anstalten gezeigt, Ermittlungen gegen die NSA zu ermöglichen. Er sollte sich dies bei Aussagen zu Snowden bewusst sein.
hirzer68 25.05.2014
2. snowden
ist ein Krimineller und wird mit Haftbefehll gesucht, weil er Rechtsbruch begangen hat.
ecce homo 25.05.2014
3. Die strenge Verfolgung der Whistleblower schadet unserer Glaubwürdigkeit
Die strenge Verfolgung der Whistleblower schadet unserer Glaubwürdigkeit. Wir können den Diktaturen nichts mehr entgegenbringen. Kein Wunder, dass die rechtsstaatlichen kapitalistischen Systeme von Überwachungs- und Unterdrückungssystemen langsam überholt werden.
Neinsowas 25.05.2014
4. Snowden, Snowden....
...Deine Sehnsucht nach Deiner Heimat, Sprache, Kultur, Familie...mag gross sein....aber so lange die USA kein Schuldeingeständnis geben, sondern im Gegenteil, auf ihr Recht beharren, so lange werden sie Dir nachstellen. Ich würde kein Vertrauen haben. Wie das geht, sieht man an anderen rechtlichen Tricksereien, wie Guantanamo - und was hast Du davon, wenn Dir vllt. das Todesurteil erspart bleibt, aber Dein Leben eingekerkert auf wenige m2 beschränkt bleibt? Wer A sagt, sollte auch B sagen...kurz: Geniess Dein neue Leben in Russland und nimm all das Unbekannte, Schöne, Interessante auf, dass Dir dort gegeben ist. Beizeiten kannst Du es vllt. nutzen. Die Zeit ist, meines Erachtens, noch nicht reif. Aber nun wissen wir alle, dass Russland nicht Dein Traum ist....
nixda 25.05.2014
5. Snowden ist ein HOAX
Jeder wer ECHELON kennt kann sich 1 und 1 zusammenzählen. Snowden hat keine Neuigkeiten erzählt. Wer es nicht glaubt google ECHELON und das Wort STOA und wird einen Bericht finden welcher zeigt, das die ganze EU es schon ab 1997 wissen musste. Viele Medien haben darüber berichtet, selbst Spiegel. Aber auch alle bekannten IT Fachzeitschriften. Snowden war eine Warnung, mehr nicht. Seine "Befragungen" welche in Deutschland oder der Schweizer Botschaft durchgeführt werden sollten ein Witz.
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