Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Entführter israelischer Soldat: Kerry bittet Katar und Türkei um Hilfe

US-Außenminister Kerry: Den Einfluss auf die Hamas nutzen Zur Großansicht
AFP

US-Außenminister Kerry: Den Einfluss auf die Hamas nutzen

"Wir haben sie angefleht, ihren Einfluss zu nutzen": US-Außenminister Kerry versucht nach der mutmaßlichen Entführung eines israelischen Leutnants, die Lage zu stabilisieren - und bittet die Türkei und Katar um Hilfe.

Washington - Aus Angst vor einer weiteren Eskalation der Nahost-Krise hat der US-amerikanische Außenminister John Kerry die Regierungen von Katar und der Türkei um Hilfe gebeten. Die beiden Länder sollten ihren Einfluss geltend machen, um eine Freilassung des entführten israelischen Soldaten zu erreichen, forderte Kerry.

Militante Palästinenser hatten am Freitag im Gaza-Streifen vermutlich einen israelischen Soldaten verschleppt. Die Armee Israels hatte mitgeteilt, es gebe Anzeichen dafür, dass ein Soldat während eines Einsatzes gegen Tunnel entführt worden sei. Die Suche nach dem Vermissten hält noch an, es handelt sich laut Armee um den 23-jährigen Leutnant Hadar Goldin.

Kerry rief die beiden Außenminister - Katars Chalid bin Mohammed al- Attija und dessen türkischen Kollegen Ahmet Davutoglu - kurz nach Bekanntwerden der Entführung aus dem Flugzeug an, hieß es. Die beiden Regierungen gelten als letzte Unterstützer der islamistischen Hamas im Gaza-Streifen.

"Das Risiko einer Eskalation ist hoch"

Ein Berater Kerrys sagte: "Wir haben sie ermahnt und angefleht, ihren Einfluss zu nutzen und alles zu tun, was möglich ist, um den Soldaten zurückzuholen." Dennoch, so der Regierungsoffizielle weiter: "Das Risiko ist sehr hoch, dass die Entführung zu einer Eskalation und zum Verlust weiterer Menschenleben führt."

Schon zuvor hatten die USA die Entführung mit deutlichen Worten verurteilt. Es handele sich um eine "barbarische Verletzung des Abkommens zur Waffenruhe", sagte Josh Earnest, ein Sprecher des Weißen Hauses in Washington. Earnest rief die Hamas auf, den Soldaten freizulassen.

Israel erklärte die in der Nacht zuvor vereinbarte Waffenruhe im Anschluss an die Verschleppung für gescheitert. Der israelische Militärrepräsentant General Joav Mordechai habe den Uno-Vermittler Robert Serry darüber informiert, gab das Regierungspresseamt bekannt. "Israel wird die Aggression der Hamas und anderer Terrororganisationen im Gaza-Streifen mit harten Maßnahmen beantworten", sagte Mordechai dem Uno-Diplomaten.

kes/Reuters

Diesen Artikel...
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 246 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. wer hilft den Palästinensern?
italianofan 01.08.2014
Zitat von sysopAFP"Wir haben sie angefleht, ihren Einfluss zu nutzen": Das US-Außenministerium versucht nach der mutmaßlichen Entführung eines israelischen Leutnants, die Lage zu stabilisieren - und bittet die Türkei und Katar um Hilfe. http://www.spiegel.de/politik/ausland/entfuehrter-israelischer-soldat-usa-bitten-katar-und-tuerkei-um-hilfe-a-984122.html
---- natürlich darf so etwas nicht sein und Hilfe tut Not! Doch wenn die Palästinenser seit Jahrzehnten unterdrückt und nicht anerkannt und immer mehr eingeschränkt werden und wurden: bitte, darf das so sein: Nein, absolut nicht und wer kümmert sich vom Westen darum.....
2. politische Lösung gesucht
atech 01.08.2014
Zitat von sysopAFP"Wir haben sie angefleht, ihren Einfluss zu nutzen": Das US-Außenministerium versucht nach der mutmaßlichen Entführung eines israelischen Leutnants, die Lage zu stabilisieren - und bittet die Türkei und Katar um Hilfe. http://www.spiegel.de/politik/ausland/entfuehrter-israelischer-soldat-usa-bitten-katar-und-tuerkei-um-hilfe-a-984122.html
der junge Soldat wurde nicht "entführt", sondern bei einem Einsatz der israelischen Armee gegen die Gaza-Tunnel gefangen genommen. Das nur so nebenbei. So etwas soll in Kriegen vorkommen, dass Gefangene gemacht werden. Die USA sollten ihren Einfluß auf Israel besser dazu benutzen, dass die israelische Regierung sich endlich mit der Palestinenser-Einheitsregierung zusammen setzt, damit ein für alle mal geklärt werden kann, wo die Grenze zwischen Israel und Palestina verläuft. Danach bleiben die einen auf der einen Seite, die anderen auf der anderen Seite. Ägypten und Jordanien öffnen ihre Grenzen, damit die Palestinenser, die aus Palestina raus wollen, raus können. Und die, die dableiben, bauen ihren Staat Palestina auf. Und Israel ist dann an gar nichts mehr schuld, weil es nicht länger Besatzungsmacht ist. Denn was nützt es, wenn jetzt EIN israelischer Soldat an Israel zurück gegeben wird? Hört dann der Beschuß des Gazastreifens auf? Oder geht er mit doppelter Härte weiter, weil ein junger Soldat vom Feind nicht getötet, sondern gefangen genommen wurde?
3. Ich glaube, Kerry stößt auf taube Ohren
3e8v7r 01.08.2014
Erdogan ist ein unverbesserlicher Islamfaschist, der keine Gelegenheit auslässt, um Israel zu diffamieren. Katar ist ein Staat, der ebenfalls islamistisch regiert wird. Beide Staaten unterstützen die Hamas und werden mit Sicherheit nichts tun, um die verabscheuungswürdige Entführung des israelischen Leutnants zu einem guten Ende zu führen.
4. Das ist ja wohl ein Witz:
Ulrich Berger 01.08.2014
der Aussenminister des Landes, das in aller Welt auch viele Unschuldige entfuehrt hat, gefoltert hat und unschuldig seit ueber 10 Jahren in Guantanamo und wer weiss wievielen anderen US-Internierungslagern rechtlos einsperrt, gerade dieser Witzbold wimmert und fleht? Mr. Kerry, wollen Sie nicht erst einmal Ihre eigenen stinkenden Misthaufen beseitigen, bevor Sie andere dazu aufrufen?
5.
3e8v7r 01.08.2014
Erdogan ist ein unverbesserlicher Islamfaschist, der keine Gelegenheit auslässt, um Israel zu diffamieren. Katar ist ein Staat, der ebenfalls islamistisch regiert wird. Beide Staaten unterstützen die Hamas und werden mit Sicherheit nichts tun, um die verabscheuungswürdige Entführung des israelischen Leutnants zu einem guten Ende zu führen.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Fotostrecke
Gaza: Feuer im Kraftwerk

Mehr dazu im SPIEGEL

Fläche: 22.072 km²

Bevölkerung: 8,358 Mio.

Regierungssitz: Jerusalem

Staatsoberhaupt:
Reuven Rivlin

Regierungschef: Benjamin Netanjahu

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Israel-Reiseseite



Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: