Entführung in Nordafrika Sarkozy bestätigt Tod von Qaida-Geisel

Das Terrornetzwerk al-Qaida hat einen in Nordafrika entführten Franzosen ermordet - der Mann war im April verschleppt worden, ein Befreiungsversuch scheiterte. Seinen Tod hat nun auch Frankreichs Präsident Sarkozy bestätigt.

Frankreichs Präsident Sarkozy: Befreiung des entführten Germaneau scheiterte
DPA

Frankreichs Präsident Sarkozy: Befreiung des entführten Germaneau scheiterte


Paris - Der vom Terrornetzwerk al-Qaida in Nordafrika entführte Franzose ist getötet worden. Das teilte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy am Montag in Paris nach einem Krisentreffen seiner Regierung mit. Der frühere Ingenieur Michel Germaneau war im April im Niger verschleppt worden, als er dort für einen humanitären Einsatz unterwegs war.

Al-Qaida in Nordafrika hatte mit der Hinrichtung des 78-Jährigen gedroht, falls die Forderung nach Freilassung von Gefangenen aus den Reihen von al-Qaida nicht erfüllt werde. Eine Untergruppe des Terrornetzwerks hatte die Exekution des Franzosen in einer am Sonntagabend vom Fernsehsender al-Dschasira verbreiteten Tonbandaufnahme verkündet. Germaneau sei am Samstag aus Rache für die Tötung von sechs Kameraden hingerichtet worden.

Damit meinte der al-Qaida-Sprecher offenbar einen gemeinsamen Einsatz der mauretanischen und der französischen Armee am Donnerstag, bei dem sechs Qaida-Mitglieder in Nordafrika ums Leben gekommen waren. Die mauretanischen und französischen Soldaten hatten am Freitag ein al-Qaida-Lager in der Sahara gestürmt, um Germaneau zu befreien. Dieser hielt sich aber offenbar nicht in dem Lager auf. Der gescheiterte Befreiungsversuch sei das Todesurteil für die Geisel gewesen, sagte der al-Qaida-Sprecher.

kgp/AFP/Reuters



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