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Ermittlungen nach Anschlag Iran meldet Festnahme dreier Terrorverdächtiger

Iran verkündet einen ersten Fahndungserfolg auf der Suche nach den Hintermännern des Selbstmordanschlags auf die Revolutionsgarden: Drei Einheimische wurden in der Provinz Sistan-Balutschistan im Südosten des Landes festgenommen. Die Behörden hatten zuvor die USA, Großbritannien und Pakistan beschuldigt.

Teheran - Nach dem schweren Anschlag auf die iranischen Revolutionsgarden sind drei Iraner wegen mutmaßlicher Beteiligung an dem Attentat festgenommen worden. Er könne aus Sicherheitsgründen keine Details über ihre Identität nennen, doch die festgenommenen "Terroristen" seien Iraner, zitierte die Nachrichtenagentur Fars am Dienstag den zuständigen Staatsanwalt, Mohammad Marsiah.

Die drei Verdächtigen seien in einer Ortschaft in der südostiranischen Provinz Sistan-Balutschistan gefasst worden. Ob es sich bei ihnen um Mitglieder der sunnitischen Rebellengruppe Dschundallah handelte, die sich zu dem Anschlag bekannt hatte, wurde zunächst nicht bekannt.

In Sahedan, der Hauptstadt von Sistan-Balutschistan, waren bei einem Selbstmordanschlag am Sonntag mehr als 40 Menschen getötet worden, darunter nach Angaben des iranischen Fernsehens 15 Mitglieder der paramilitärischen Revolutionsgarden, sieben davon waren Kommandeure.

Iran hatte am Montag den USA, Großbritannien und Pakistan vorgeworfen, die für das Attentat verantwortlichen Rebellen zu unterstützen. Am Dienstag erneuerte Irans Außenminister Manuschehr Mottaki die Anschuldigungen gegen Pakistan: Die Verantwortlichen des Attentats seien "illegal nach Iran gekommen", sagte er auf einer Pressekonferenz in Teheran. Sie seien im benachbarten Pakistan "stationiert" gewesen.

ffr/AFP/dpa

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insgesamt 2624 Beiträge
paparatzi 27.08.2009
Ohne Kristallkugel reine Spekulation. Das Durchwurschteln des Systems kann noch Jahre andauern - hier und da Zugeständnisse, dann wieder Härte zeigend - die Protestbewegung ist da und wird bei jeder passenden Gelegenheit auf [...]
Zitat von sysopNach den Wahlen und den innenpolitischen Unruhen sind die Gegensätze zwischen Regierung und Opposition in Iran keineswegs ausgeglichen. Wie sieht die Zukunft des Landes aus?
Ohne Kristallkugel reine Spekulation. Das Durchwurschteln des Systems kann noch Jahre andauern - hier und da Zugeständnisse, dann wieder Härte zeigend - die Protestbewegung ist da und wird bei jeder passenden Gelegenheit auf sich aufmerksam machen. Ein Barometer wird wohl der Ausgang des Schauprozeß sein.
mbockstette 27.08.2009
"Bislang hieß es in Iran, fremde Mächte steckten hinter den Protesten gegen Präsident Ahmadinedschad. Von dieser Position weicht Ajatollah Ali Chamenei nun ab. Der geistliche Führer des Landes sieht keine Anzeichen für [...]
Zitat von sysopNach den Wahlen und den innenpolitischen Unruhen sind die Gegensätze zwischen Regierung und Opposition in Iran keineswegs ausgeglichen. Wie sieht die Zukunft des Landes aus?
"Bislang hieß es in Iran, fremde Mächte steckten hinter den Protesten gegen Präsident Ahmadinedschad. Von dieser Position weicht Ajatollah Ali Chamenei nun ab. Der geistliche Führer des Landes sieht keine Anzeichen für Aktivitäten des Auslands - und droht den Bassidsch-Milizen mit Strafverfolgung". http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,645206,00.html
BillBrook 27.08.2009
Aber wie sollen da jemals wieder irgendwelche Wahlen stattfinden?
Zitat von paparatziOhne Kristallkugel reine Spekulation. Das Durchwurschteln des Systems kann noch Jahre andauern - hier und da Zugeständnisse, dann wieder Härte zeigend - die Protestbewegung ist da und wird bei jeder passenden Gelegenheit auf sich aufmerksam machen. Ein Barometer wird wohl der Ausgang des Schauprozeß sein.
Aber wie sollen da jemals wieder irgendwelche Wahlen stattfinden?
Leto_II. 27.08.2009
Die Gegensätze scheinen ja auch zwischen Regierung und Staatsführung zu bestehen. Ahmadinedschad hat von seinem Chef eine Ohrfeige kassiert, innen- und aussenpolitisch: [...]
Zitat von sysopNach den Wahlen und den innenpolitischen Unruhen sind die Gegensätze zwischen Regierung und Opposition in Iran keineswegs ausgeglichen. Wie sieht die Zukunft des Landes aus?
Die Gegensätze scheinen ja auch zwischen Regierung und Staatsführung zu bestehen. Ahmadinedschad hat von seinem Chef eine Ohrfeige kassiert, innen- und aussenpolitisch: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,645206,00.html Wollen die beiden sich schon gegenseitig demontieren?
Leto_II. 27.08.2009
Vielleicht wird ihm Ahmadinedschad zu mächtig oder er will den Klerus beruhigen. Rafsanjani hat erst kürzlich Chamenei den Rücken gestärkt und diese demontiert nun Ahmadinedschad.
Zitat von GruberHat man Ajatollah Chamenei etwas ins Wasser gegeben?
Vielleicht wird ihm Ahmadinedschad zu mächtig oder er will den Klerus beruhigen. Rafsanjani hat erst kürzlich Chamenei den Rücken gestärkt und diese demontiert nun Ahmadinedschad.
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Republik Iran
REUTERS
Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.
Irans Atomprogramm
AP
Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.






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