Ermittlungen Schickte Atta Tausende von Dollar an al-Qaida-Finanzchef?

Amerikanische Ermittlungsbehörden haben eine finanzielle Verbindung zwischen den Attentätern vom 11. September und Osama Bin Ladens Organisation al-Qaida entdeckt.


Washington - Einige Tagen vor den Anschlägen habe Mohammed Atta, einer der mutmaßlichen Attentäter, Tausende von Dollar an den Finanzchef der al-Qaida, Mustafa Muhammad Ahmed, geschickt, berichtet die "Washington Post". Das Geld sei zum Teil mit dem US-Kurierdienst Federal Express nach Dubai gesandt worden. Die US-Bundespolizei FBI habe eine Videoaufnahme von einem Mann, der das Paket in Dubai abholte.

Die Anschläge seien eine gut finanzierte Operation gewesen, deswegen seien die Finanzen der wirkliche Schlüssel, heiße es in Ermittlungskreisen. Das sei ein weitaus besserer Beleg für die Bewegungen der Verantwortlichen als alles andere. Damit könne eine solidere Spur verfolgt werden.

Die Finanzierung der Anschläge begann der Zeitung zufolge vor etwa einem Jahr mit einer Einzahlung von 100.000 Dollar auf ein US-Konto. Die Spur dieses Geldes führe in die Vereinigten Arabischen Emirate. Ahmed könnte die Überweisung getätigt haben, vermuten angeblich die Ermittler. Im Laufe des Jahres seien weitere Überweisungen vorgenommen worden bis eine Summe von mindestens 500.000 Dollar erreicht worden sei, berichtete die "Washington Post".

Die US-Behörden hätten außerdem verdächtige Einzahlungen für Atta nach Hamburg verfolgen können, wo Atta einige Jahre als Student gelebt hatte.



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